SBERBANK Erfahrungen?

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SBERBANK Erfahrungen?

Beitrag von Hausmann » Mittwoch 22. Juli 2015, 12:37

Moin!

Gibt es persönliche Erfahrungen, Empfehlungen oder Warnungen bezüglich der sberbankdirect.de bezüglich Service, Tagesgeld, Festgeld, Finanzamt und so weiter - von Deutschland aus? (An Veröffentlichungen habe ich bereits einiges gelesen.) Kann mit Sanktionen bei dieser formell österreichischen Bank gerechnet werden?

Mit Dank an die anderen Müllionäre! :)



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Re: SBERBANK Erfahrungen?

Beitrag von inorcist » Mittwoch 22. Juli 2015, 20:17

Auf die Gefahr hin, dass ich jetzt einen [shitstorm] auslöse.

Ich kenne aus beruflichen Gründen die Sberbank ein klein wenig von innen. Alleine deshalb würde ich nie ein Konto dort eröffnen. Auch wenn sich da viel in den letzten Jahren getan hat. Es ist mir immer noch zu heikel.

Sobald ich mehr Zeit habe, schildere ich meine Erlebnisse forengerecht und diplomatisch ;)

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Re: SBERBANK Erfahrungen?

Beitrag von bella_b33 » Donnerstag 23. Juli 2015, 00:38

Ich hab bei der Sberbank in RU nur eine Kreditkarte, die ich selten nutze. Geld angelegt habe ich dort nicht und werd es wohl auch nicht tun.

Gruß
Silvio
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Re: SBERBANK Erfahrungen?

Beitrag von GIN » Sonntag 6. September 2015, 02:10

Sberbank Europe AG ist nicht die Sberbank in Russland. Hier werden Äpfel und Birnen verglichen.
Sie Sberbank Europe AG ist IO und ich lege dort Geld an. Man bekommt momentan dort die besten Zinsen. Habe die Zinsen auch schon 1X bekommen.

Die Sberbank in Russland ist die grösste Bank und vor einigen Jahren konnte man für seine Euros sehr viel Geld bekommen. Ich finde die Gebühren zu hoch und benutze die Bank nur noch zum Rubel/Franken tausch.

Die Sberbank Schweiz ist fürs Trade Finance für den Po Po.. viel zu teuer und das Personal sehr schlecht.

Die Sberbank in Abchasien ist prima, die einzige Bank die erfolgreich zu guten Preisen Gewinne digital aus dem Land bringen kann.

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Re: SBERBANK Erfahrungen?

Beitrag von Norbert » Montag 7. September 2015, 07:16

Meine ganz subjektive Meinung: Diese Sberbank in Österreich ist dieselbe Masche wie einst die isländischen Banken. Man lockt mit sehr guten Zinsen, weil diese am Stammsitz der Muttergesellschaft aus irgendwelchen Gründen immer noch rentabel sind. (Bei der Sberbank sind es die EU-Sanktionen, welche andere Wege der Geldbeschaffung für die Sberbank noch teurer machen.) Verliert die Muttergesellschaft plötzlich das Interesse, sind im schlimmsten Fall die Einlagen oberhalb der gesetzlichen Sicherung weg.



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Re: SBERBANK Erfahrungen?

Beitrag von inorcist » Dienstag 8. September 2015, 01:15

Die Spareinlagen in Euro werden oder wurden in der Tat dafür eingesetzt, kurzfristig fällige Verbindlichkeiten in Hartwährung leichter zurückzahlen zu können. VTB und Sberbank stehen deshalb unter besonderer Beobachtung der EZB. Im Prinzip so wie Norbert es vermutet. Man versucht so, etwas Druck loszuwerden, nachdem man sich im Westen nicht mehr refinanzieren kann.

Die Sberbank Schweiz, die von Gin angesprochen wurde, ist eine andere Geschichte. Sber versucht in Zürich ihren europäischen Investment Banking-Standort aufzubauen. Dafür hat man sich eine kleine Bank gekauft (war ursprünglich glaube ich entweder das Family Office eines Oligarchen oder der Finanzierungsarm eines russischen Energiehändlers, ich weiss es aber nicht mehr genau) und versucht diesen jetzt umzubauen. Ich hab den Eindruck, dass das Projekt aktuell auf Eis liegt, weil zur Zeit nicht genügen Ressourcen zur Verfügung stehen. Es existierten aber auch vorher schon grosse Konflikte innerhalb der Sberbank in Bezug auf die schweizer Tochtergesellschaft: zum einen zwischen den ehemaligen Angestellten und den 'neuen' Sber-Angestellten, dann zwischen den Schweizern und Nicht-Russen auf der einen und den Russen auf der anderen Seite und zuletzt wer innerhalb von Sber für den Laden zuständig ist. Organisatorisch ist Sber Schweiz dem Mutterkonzern unterstellt, das Tagesgeschäft orientiert sich aber eher am Geschäftsmodell der Sberbank CIB (Investmentsparte der Sber). Dazu kommt noch eine absolute Inkompatibilität der Systeme zwischen Stammhaus und Tochter.

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Re: SBERBANK Erfahrungen?

Beitrag von GIN » Mittwoch 9. September 2015, 01:18

Norbert hat geschrieben:Meine ganz subjektive Meinung: Diese Sberbank in Österreich ist dieselbe Masche wie einst die isländischen Banken. Man lockt mit sehr guten Zinsen, weil diese am Stammsitz der Muttergesellschaft aus irgendwelchen Gründen immer noch rentabel sind. (Bei der Sberbank sind es die EU-Sanktionen, welche andere Wege der Geldbeschaffung für die Sberbank noch teurer machen.) Verliert die Muttergesellschaft plötzlich das Interesse, sind im schlimmsten Fall die Einlagen oberhalb der gesetzlichen Sicherung weg.

Ich investiere auch gerne in Produktion, Landwirtschaft, Maschinen usw.. man hat aber keine Zeit und/oder gescheiten Partner um sein Geld dort zu investieren.
Für mich ist das Anlagen zu diesen Minizinsen eine absolute Notlösung. Hier in der Schweiz bekommst Du zwischen 0 und 0.9%. Da ist die Sberbank eine gute Lösung die beweisbar mir schon einmal den Zins gezahlt hat.

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Re: SBERBANK Erfahrungen?

Beitrag von inorcist » Mittwoch 9. September 2015, 02:10

Mir wären es die paar Krümel mehr nicht wert, weil ich der Systemlandschaft von Sber einfach mal nicht über den Weg traue. Aber das ist meine persönliche subjektive Meinung.

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