Abchasien

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Okonjima
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Re: Abchasien

Beitrag von Okonjima » Donnerstag 14. März 2019, 20:26

m1009 hat geschrieben:
Donnerstag 14. März 2019, 18:03
Eine RUS Militärbasis in Venezuela .... DAS waehre was...
Viel zu weit weg - Tijuana wär doch mal ne Maßnahme! :D
"Im Wald da steht ein Ofenrohr, nu stellt euch ma die Hitze vor!"



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Re: Abchasien

Beitrag von m1009 » Donnerstag 14. März 2019, 22:40

:lol:

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Jenenser
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Re: Abchasien

Beitrag von Jenenser » Donnerstag 14. März 2019, 22:46

Berlino10 hat geschrieben:
Donnerstag 14. März 2019, 19:54
Der Westen ist da mal wieder völlig wert(e)los.
Ich lese bei Dir manchmal eine gewisse Enttäuschung heraus. Werte, einst vorhanden, die irgendwie verraten oder aufgegeben wurden? ;)
... will das von Stalin zu Georgien annektierte und gepeinigte Abchasien nach Auflösung der SU wieder unabhängig werden, stellt sich der Westen taub ... Georgien war/ist halt der eigene Partner.
In meiner deutschen Verwandtschaft/Bekanntschaft gibt es einige, die noch in den 1980er Jahren ihren Urlaub in Abchasien verbrachten. Ausflüge mit dem Bus von Suchumi nach Batumi oder zur Exkursion ins Dendrarium nach Sotschi. Alles friedlich, ohne Höllenqual, im Völkerverbund der Sowjetunion. Keiner hat sich damals Gedanken über gezogene Verwaltungsgrenzen gemacht.

Als nach der Auflösung der Union der „Westen“ sich um die Nachfolgestaaten bemühte, wirtschaftlich, aber vor allem militärisch, musste in Russland gehandelt werden. Gingen doch die Anstrengungen des „Westens“ zu Lasten, u.a. der Sicherheit, Russlands. Dass in diesem Konflikt seit 1991 Völker gegeneinander ausgespielt werden ist sicher sehr tragisch.
m1009 hat geschrieben:
Donnerstag 14. März 2019, 18:03
Eine RUS Militärbasis in Venezuela .... DAS waehre was...
Da denke ich mal, dass es diese Planspiele schon gab oder gibt. Kosten und Nutzen sind entscheidend. ;)

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Re: Abchasien

Beitrag von Berlino10 » Freitag 15. März 2019, 01:10

Jenenser hat geschrieben:
Donnerstag 14. März 2019, 22:46
Alles friedlich, ohne Höllenqual, im Völkerverbund der Sowjetunion. Keiner hat sich damals Gedanken über gezogene Verwaltungsgrenzen gemacht.
Da waren die Qualen durch Berija und Stalin waren da ja schon vorbei ;) Durch die Zwangsgeorgisierungen von Sprache, Kultur, ... und durch georgische Zwangsansiedlungen wurden Abchasen auch zur kaum wahrnehmbaren Minderheit von gerade noch 20% gemacht. Ich weiß natürlich nicht, was von den Erzählungen der Abchasen alles so stimmt, aber selbst das dt. wiki listet schon einiges auf. Mir hat man jedenfalls viel Hass auf Georgien zugetragen, und dabei sind meine Verwandten dort Russen, Mingrelier also nicht mal Abchasen.
Jenenser hat geschrieben:
Donnerstag 14. März 2019, 22:46
musste in Russland gehandelt werden.
Was ging denn schon 1991ff von RUS aus? Die waren ja selbst für die eigene Krim zu schwach.
Die Bürgerkriege gingen schon von den Kaukasiern selbst aus.
Jenenser hat geschrieben:
Donnerstag 14. März 2019, 22:46
Ich lese bei Dir manchmal eine gewisse Enttäuschung heraus. Werte, einst vorhanden, die irgendwie verraten oder aufgegeben wurden? ;)
Ich bin halt unter Willy Brandt aufgewachsen. Das war noch glaubhafte Friedenspolitik.
Damals unterstützte die SPD auch noch nicht - wie heute in Venezuela - die US-Verbrechen, sondern viele in der Partei protestierten gegen die CIA-Morde, -Umstürze und Verbrechen in Chile, Nicaragua.

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Re: Abchasien

Beitrag von Jenenser » Freitag 15. März 2019, 10:53

Berlino10 hat geschrieben:
Freitag 15. März 2019, 01:10
Was ging denn schon 1991ff von RUS aus? Die waren ja selbst für die eigene Krim zu schwach.
Die Bürgerkriege gingen schon von den Kaukasiern selbst aus.
Viele Russen sind geneigt, grundsätzlich zu fragen, wer bezahlt das (also, wer steckt dahinter). Der Kaukasus und seine Konflikte...Spätestens seit dem Amtsantritt von Putin standen die Sicherheitsinteressen Russlands wieder im Vordergrund.

Was mich wundert, warum erkennen die mit Russland recht gut verbündeten Staaten, wie Belarus oder eben Armenien die staatliche Unabhängigkeit Abchasiens nicht an? Weißrussen müssen, soweit ich durch unseren Bekannten in Sotschi informiert bin, für Abchasien ein Visum beantragen, Russen eben nicht…
Berlino10 hat geschrieben:
Freitag 15. März 2019, 01:10
Ich bin halt unter Willy Brandt aufgewachsen. Das war noch glaubhafte Friedenspolitik.
Damals unterstützte die SPD auch noch nicht - wie heute in Venezuela - die US-Verbrechen, sondern viele in der Partei protestierten gegen die CIA-Morde, -Umstürze und Verbrechen in Chile, Nicaragua.
Den Willy habe ich 1990 bei uns auf dem Markt noch mal gesehen bei einer Wahlveranstaltung. Insgesamt ist er mir fremd geblieben, eben aus einem anderen Land. Und was die drei beschriebenen Länder betrifft, dort findest du unter den Einheimischen Befürworter und Gegner dieser Aktionen. Insgesamt gibt es dort aber auch noch anderes zu entdecken...



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Re: Abchasien

Beitrag von Berlino10 » Freitag 15. März 2019, 11:53

Jenenser hat geschrieben:
Freitag 15. März 2019, 10:53
Der Kaukasus und seine Konflikte...Spätestens seit dem Amtsantritt von Putin standen die Sicherheitsinteressen Russlands wieder im Vordergrund.
Ja, stimmt wohl. Aber erst hat er es in Partnerschaft probiert, den USA sogar Überflugrechte für Libyen gegeben.
Und 2000ff war der Kaukasus auch schon entschieden ... bzw die Kriege ... die paar georgischen Soldaten in den abchasischen Bergen hatten nichts mehr zu melden.
Jenenser hat geschrieben:
Freitag 15. März 2019, 10:53

Was mich wundert, warum erkennen die mit Russland recht gut verbündeten Staaten, wie Belarus oder eben Armenien die staatliche Unabhängigkeit Abchasiens nicht an?
Was wundert dich? Die eUSA+ vereinigen 3/4 der Wirtschaftsmacht dieses Planeten. Sie können überall drohen, erpressen, sanktionieren, Grenzen setzen ...
Jenenser hat geschrieben:
Freitag 15. März 2019, 10:53
Und was die drei beschriebenen Länder betrifft, dort findest du unter den Einheimischen Befürworter und Gegner dieser Aktionen.
Und? Das gibt den eUSA das Recht, zu weltweiten Umstürzen, Interventionen, Kriegen und Morden von aussen?
Das wäre ein Freibrief zur Weltherrschaft. Es sind und bleiben Verbrechen.
Deutsche Befürworter dieser US-Verbrechen gab es schon immer, aber heute gibt es sie nur noch,
bei den Blockparteien wie den Einheitsmedien. Sie haben sich alle korrumpieren und kaufen lassen.

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Re: Abchasien

Beitrag von Jenenser » Freitag 15. März 2019, 13:22

Berlino10 hat geschrieben:
Freitag 15. März 2019, 11:53
Und? Das gibt den eUSA das Recht, zu weltweiten Umstürzen, Interventionen, Kriegen und Morden von aussen?
Das wäre ein Freibrief zur Weltherrschaft. Es sind und bleiben Verbrechen.
Deutsche Befürworter dieser US-Verbrechen gab es schon immer, aber heute gibt es sie nur noch,
bei den Blockparteien wie den Einheitsmedien. Sie haben sich alle korrumpieren und kaufen lassen.
„Der Frieden muss bewaffnet sein“. Ist noch so ne alte Formel aus einer anderen Zeit. Mit einem Rechtsanwalt kommste da nicht zum Recht.

In den „Einheitsmedien“ hast Du heute doch gelegentlich die Möglichkeit, mitzuteilen, dass Dir das nicht gefällt, was natürlich letztendlich ohne Konsequenzen bleibt. Bei den „Blockparteien“ gibt es dagegen für die Mitglieder gewisse Regeln, Beschlüsse, die eingehalten werden müssen. Das war doch auch bei Willy Brandt schon so?

Mit der Stationierung von Truppen in Abchasien garantiert Russland die Souveränität der Abchasen und gleichzeitig geht es dabei auch um eigene Sicherheitsinteressen. Abchasien profitiert wohl ebenso, sei es durch die Anwesenheit russischer Touristen oder russische Investitionen in die Infrastruktur. Geben und Nehmen.

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Re: Abchasien

Beitrag von Berlino10 » Freitag 15. März 2019, 14:32

Jenenser hat geschrieben:
Freitag 15. März 2019, 13:22
Mit der Stationierung von Truppen in Abchasien garantiert Russland die Souveränität der Abchasen und gleichzeitig geht es dabei auch um eigene Sicherheitsinteressen. Abchasien profitiert wohl ebenso, sei es durch die Anwesenheit russischer Touristen oder russische Investitionen in die Infrastruktur. Geben und Nehmen.
Absolut, RUS subventioniert auch direkt den abchasischen Staatshaushalt. Es ist klar von beiden Seiten gewollt. In riesiger Mehrheit. Ohne dass sich aber die Abchasen RUS anschliessen wollten ... dem ist bei weitem nicht so.
Ich habe Verständnis für die Abchasen, angesichts ihrer Geschichte, dass sie Georgien als ehem. Besatzer und Bedrohung sehen und ablehnen.
Ich habe bspw. auch Verständnis für die Balten, angesichts ihrer Geschichte, dass sie RUS als ehem. Besatzer und Bedrohung sehen und ablehnen.
Man sollte allen das Recht auf Selbstbestimmung einräumen, und nicht nur, wenn es den eigenen Machtinteressen dient.





off topic
Jenenser hat geschrieben:
Freitag 15. März 2019, 13:22
In den „Einheitsmedien“ hast Du heute doch gelegentlich die Möglichkeit, mitzuteilen, dass Dir das nicht gefällt, was natürlich letztendlich ohne Konsequenzen bleibt. Bei den „Blockparteien“ gibt es dagegen für die Mitglieder gewisse Regeln, Beschlüsse, die eingehalten werden müssen. Das war doch auch bei Willy Brandt schon so?

Ach ja? Wo kann ich etwas mitteilen? Vielleicht ab und zu noch in den Foren, aber die sind ja auch bereits abgeschafft, zensiert, ...
Durch die Vorherrschaft des grossen Geldes in Medien und Politik ist in DEU ja überhaupt keine demokratische Willensbildung mehr möglich. Schon die Informationsbasis ist völlig einseitig, propagandistisch verfälscht. Ehemals kritische Medien wie FR, Spiegel, Zeit: aufgekauft, ausgeschaltet, das ÖR streng auf Linie gebracht, usw. Und wie man eine Partei von oben über ihre Kader und Funktionäre undemokratisch bestimmt, gegen den Willen der Mitglieder und sowieso gegen den der Wähler, ist ebenso offensichtlich.
Ich habe das selbst 20 Jahre in der SPD erlebt. Die entscheidenden, grossen Fragen (etwa der riesigen Umverteilung) werden in der Öffentlichkeit verschwiegen, verfälscht, verdrängt, als unausweichlich dargestellt ... Renten-, Banken- und Steuergeschenke für die Finanzoligarchie völlig undemokratisch durchgeboxt - um dann scheindemokratisch über Peanuts zu diskutieren.

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Re: Abchasien

Beitrag von Ottakringer » Freitag 22. März 2019, 02:34

Jenenser hat geschrieben:
Freitag 15. März 2019, 10:53
Berlino10 hat geschrieben:
Freitag 15. März 2019, 01:10
Was ging denn schon 1991ff von RUS aus? Die waren ja selbst für die eigene Krim zu schwach.
Die Bürgerkriege gingen schon von den Kaukasiern selbst aus.
Viele Russen sind geneigt, grundsätzlich zu fragen, wer bezahlt das (also, wer steckt dahinter). Der Kaukasus und seine Konflikte...Spätestens seit dem Amtsantritt von Putin standen die Sicherheitsinteressen Russlands wieder im Vordergrund.

Was mich wundert, warum erkennen die mit Russland recht gut verbündeten Staaten, wie Belarus oder eben Armenien die staatliche Unabhängigkeit Abchasiens nicht an? Weißrussen müssen, soweit ich durch unseren Bekannten in Sotschi informiert bin, für Abchasien ein Visum beantragen, Russen eben nicht…
Was denken SIe über Tschetschenien? Die Tschetschener hatten zwei gegen uns Russen gekämpft. Sie wollen auch eine Autonomie-
Oder Inguschen, Dagestan etc. Wir haben doch in der Federation andere Völker die Unabhängig sein wollen.

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Re: Abchasien

Beitrag von Jenenser » Freitag 22. März 2019, 10:43

Ottakringer hat geschrieben:
Freitag 22. März 2019, 02:34
Was denken SIe über Tschetschenien? Die Tschetschener hatten zwei gegen uns Russen gekämpft. Sie wollen auch eine Autonomie-
Oder Inguschen, Dagestan etc. Wir haben doch in der Federation andere Völker die Unabhängig sein wollen.
Vor gut drei Jahren habe ich mich im Stawropolski Krai eher zufällig mit männlichen Tschetschenen unterhalten. Wenn ich sie richtig verstanden habe, fühlen sie sich in ihrer autonomen Republik mit ihrem Präsidenten innerhalb der RF recht wohl. Der Tourismus entwickelt sich, hauptsächlich Russen reisen dort hin. Und wir sollten doch auch einmal nach Grosny kommen, das nach den Kriegen völlig neu entstanden wäre.

Natürlich kenne ich auch Meinungen unter Russen, die die nordkaukasischen Republiken lieber heute als morgen los haben möchten. Da würde mich doch mal Ihre Meinung interessieren. ;)



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