Erste Schritte und Lebensniveau DE-Moskau

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m5bere2
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Re: Erste Schritte und Lebensniveau DE-Moskau

Beitrag von m5bere2 » Sonntag 15. Mai 2016, 18:47

vs_vip hat geschrieben:Ich würde davon ausgehen, dass ich das Visum für Hochqualifizierte bekomme.
Also keine Ansprüche auf Rente und gesetzliche Krankenversicherung. Das musst du als Hochqualifizierter aus eigener Tasche tragen/vorsorgen.
SAP Entwickler ist mein Beruf.
Schöne Diplome haben reicht nicht. Du musst jemanden finden, der bereit ist, dir 2 Mio Rubel im Jahr zu zahlen, sonst bist du vorm Gesetz nicht hochqualifiziert. Entwickler gibt's in Moskau genug. Und dann bist du vom Arbeitgeber abhängig. Passt du dem nicht mehr oder geht er pleite, dann biste das Hochqualifiziertenvisum los und musst zurück nach Deutschland.
Die Frage ist nun, muss ich als ausländischer Spezialist die Wohnung selber zahlen oder gibt es eine Alternative?
Wer denn sonst? Der Staat sicher nicht. Der lässt dich mit Hochqualifiziertemvisum nichtmal an Renten- und Krankenkasse teilnehmen.
Wenn selbst dann ist es schlechter finanziell als in Deutschland momentan.
Davon würde ich in Moskau ausgehen, dort ist alles schweineteuer.
Zuletzt geändert von m5bere2 am Sonntag 15. Mai 2016, 18:53, insgesamt 1-mal geändert.



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m1009
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Re: Erste Schritte und Lebensniveau DE-Moskau

Beitrag von m1009 » Sonntag 15. Mai 2016, 18:53

wer 2 Mio Rubel im Jahr verdient.
2016 wurde der Satz angehoben, aufgrund der Rubelabwertung. Zumindest in Moskau....

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m5bere2
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Re: Erste Schritte und Lebensniveau DE-Moskau

Beitrag von m5bere2 » Sonntag 15. Mai 2016, 19:03

m1009 hat geschrieben:2016 wurde der Satz angehoben, aufgrund der Rubelabwertung. Zumindest in Moskau....
Interessant. Habe ich gar nicht so genau verfolgt, weil ich dieses Hochqualifiziertenvisum für eine ziemliche Mogelpackung halte. Für den Arbeitgeber toll, für den Arbeitnehmer gegenüber einer vollwerten Aufenthaltserlaubnis anscheinend nur Nachteile.

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Re: Erste Schritte und Lebensniveau DE-Moskau

Beitrag von m1009 » Sonntag 15. Mai 2016, 19:05

Habe ich gar nicht so genau verfolgt,
Wurde von der Buchhaltung informiert..... war glaub ich im Maerz...

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Re: Erste Schritte und Lebensniveau DE-Moskau

Beitrag von vs_vip » Sonntag 15. Mai 2016, 19:37

Und für wen wird die Wohnung vom Arbeitgeber bezahlt? Anscheint nur für die Manager, die entsandt wurden? Soweit bin ich noch nicht, besser zu sagen, wäre es interessant ein Consulting(Entwicklung) Projekt in Moskau zu bekommen. Dafür müsste man in Deutschland für die Firma arbeiten, die Geschäfte in Russland macht. Mit aktueller Lage wäre es schwieriger.



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Re: Erste Schritte und Lebensniveau DE-Moskau

Beitrag von bella_b33 » Sonntag 15. Mai 2016, 22:02

vs_vip hat geschrieben:Und für wen wird die Wohnung vom Arbeitgeber bezahlt? Anscheint nur für die Manager, die entsandt wurden?
Natürlich bei Entsandten deutlich mehr und bei normalen AN deutlich weniger....aber eigentlich ist es Verhandlungssache.

BTW:
Als Programmist nen HQ Visum bekommen....ich bezweifel es ehrlich. In Ru gibt es AFAIK auch Programmierer. Da musst Du glaube ich sehr sehr viel Glück haben.
Dumm sein ist wie tot sein: Man selber merkt nichts, schlimm ist es nur für die Anderen!

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Re: Erste Schritte und Lebensniveau DE-Moskau

Beitrag von inorcist » Sonntag 15. Mai 2016, 22:13

@vs_vip: stell dich doch einfach mal kurz vor. Was du machst, wo du herkommt, warum du nach Russland willst. Im Moment müssen wir uns hier aus deinen verschiedenen Threads die Infos zusammensuchen. Und das gibt nicht so wirklich ein eindeutiges Bild.

Es kommt den meisten hier im Forum wohl so vor, als ob du eine etwas naive Vorstellung von Russland hast bzw vom Leben als Entsandtem. Deshalb reagieren die meisten von uns überwiegend kritisch.

Die aktiven Teilnehmer hier im Forum leben entweder schon sehr lange in Russland oder haben mehrere Jahre in Russland verbracht und damit doch einen sehr guten Einblick ins Land.

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Re: Erste Schritte und Lebensniveau DE-Moskau

Beitrag von Wladimir30 » Sonntag 15. Mai 2016, 22:22

Für das sich Vorstellen gibt es auch einen eigenen Abschnitt. Nur zur Info.
Jon Snow knew nothing - Now he knows everythig..... And the big battle is over

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Re: Erste Schritte und Lebensniveau DE-Moskau

Beitrag von Norbert » Montag 16. Mai 2016, 07:56

Arbeitsplatz

SAP ist in Russland deutlich weniger wichtig als 1C, aber um so rarer sind natürlich auch Spezialisten in diesem Gebiet. Und da 1C außerhalb Russlands (plus angeschlossene Gebiete) keinerlei Bedeutung hat, landen international agierende Firmen irgendwann doch bei SAP. Aber diese Firmen zu finden ... das wird nicht leicht. Erst recht, wenn Sie sich mit Papierkram wie einer Arbeitsgenehmigung konfrontiert sehen.

Grundsätzlich sind gute IT-Kräfte aber schwer zu finden, insofern bestehen da durchaus Chancen. In dieser Branche arbeiten viele Unternehmen mit Headhuntern, das erleichtert die Lage für Dich.

Lebensqualität

Aber ich bezweifle, dass Deine Wünsche - Lebensniveau wie in Deutschland, Lohn wie in Deutschland - vom Start weg realistisch sind. Der schwache Rubel hat zwar dazu geführt, dass die Lebenskosten in Russland - in Euro gerechnet - gesunken sind. Aber zeitgleich sind natürlich auch die Löhne in Rubel stagniert (oder gar gefallen) - in Euro also deutlich gefallen!

In Zahlen gesprochen: Ein guter IT-Spezialist bekommt in der russischen Provinz bis 120.000 Rubel, in Moskau maximal 200.000 Rubel, abzüglich 13 % Lohnsteuer. Bei diesen Werten muss man aber schon die leitende Rolle in einem kleinen Team übernehmen. Als Mitläufer ohne Projektverantwortung rechne mit der Hälfte bis zwei Drittel. In Deutschland ist als SAP-Spezialist deutlich mehr drin!

Wenn Du eine 2-Raum-Wohnung nach westlichem Maßstab mit einem guten Verkehrsanschluss haben willst, so solltest Du in der Provinz mit 40.000 Rubel rechnen, in Moskau 70.000 Rubel aufwärts. Ist man zu Kompromissen bereit (heruntergekommenes Treppenhaus, langer Arbeitsweg, nicht renovierte Wohnung, ...) so auch weniger. Allerdings muss man sich auch bewusst sein: Russland kennt keinen Mieterschutz. Wer mietet, kann auch zu Monatsbeginn schon aus der Wohnung fliegen - die Maklarprovision von bis zu 2 Monatsmieten ist dennoch weg.

Sonstige Kosten: Taxi, Mobiltelefon, Internet, Energie, Wasser und sonstige Fixkosten sind niedriger als in Deutschland. Aber gute (!) Lebensmittel und jeglicher Luxus sind genauso teuer oder teurer. Wer also ein deutsches Leben in Russland plant, sollte für die laufenden Kosten mehr einplanen als in Deutschland.

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Re: Erste Schritte und Lebensniveau DE-Moskau

Beitrag von Alex KA » Montag 16. Mai 2016, 08:50

Offenbar sieht es nicht gut in Deutschland mit Arbeit, europäische Arbeitgeber wollen oder nicht können so viel zu bezahlen. Die suchen hier bei uns in Russland. Es macht Spaß über diese eingebildete Nichtnutzen sich lustig zu machen.



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