Tipps und Hinweise zum russischen Essen

Die russische Küche ist einfallslos und fettig? Hier könnt Ihr das Gegenteil beweisen oder Klischees rahmen. Na sdorovje!???

Moderator: Wladimir30

Benutzeravatar
Okonjima
Zar/iza
Zar/iza
Beiträge: 1356
Registriert: Samstag 20. Oktober 2007, 13:14
Wohnort: Colditz

Re: Tipps und Hinweise zum russischen Essen

Beitrag von Okonjima » Montag 11. März 2019, 18:31

Genau, wir sollten zurück zur Frage vom Liebhaber des gelb-grünen Gesöffs!

Ich kann ganz gut Soljanka, allerdings die Eigenkreation und nicht die russische Variante. Mit genauen Mengenangaben bei Zutaten
muß ich passen - ich koche nach Gefühl. Geht aber auch eigentlich ganz einfach.
Alsooo...

Zutaten - Kasseler, Jagdwurst (ggf.Fleischwurst oder Bockwurst), Salami, Gewürzgurken (klein gehackt), Tomatenmark, Zitronen (filetiert)
Letscho (wichtigste Zutat-viel hilft viel!),
Zwiebeln (klein gehackt), Paprikapulver edelsüß, Salz+Pfeffer, Creme fraiche bzw. in Rus Smetana
Brühe (nach Bedarf), Lorbeerblätter

Alles was Fleisch bzw. Wurst heißt zusammen scharf anbraten, danach Zwiebeln dazu und dann ganz "auffüllen" mit Letscho, Tomatenmark
und Brühe. Gwürze nach Vorlieben und GANZ WICHTIG - lange köcheln lassen. Am besten mehrfach. Oder über nacht stehen lassen und
dann nochmal anköcheln.
Smetana kommt erst zum Verzehr rein - dürfte klar sein ;)

Früher hieß das ganze auch "zusammengekehrte Küche" - von daher kann man Fleisch bzw. Wurst variieren.
"Im Wald da steht ein Ofenrohr, nu stellt euch ma die Hitze vor!"



Benutzeravatar
bella_b33
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Beiträge: 11054
Registriert: Sonntag 27. April 2008, 06:24
Wohnort: nahe Saransk/Mordowien
Kontaktdaten:

Re: Tipps und Hinweise zum russischen Essen

Beitrag von bella_b33 » Montag 11. März 2019, 22:14

Okonjima hat geschrieben:
Montag 11. März 2019, 18:31
Ich kann ganz gut Soljanka, allerdings die Eigenkreation und nicht die russische Variante. Mit genauen Mengenangaben bei Zutaten
muß ich passen - ich koche nach Gefühl. Geht aber auch eigentlich ganz einfach.
Alsooo...

Zutaten:
Früher hieß das ganze auch "zusammengekehrte Küche" - von daher kann man Fleisch bzw. Wurst variieren.
So wäre mein Rezept....bin auch so ein Gefühlskoch....daher kann ich nicht schreiben was ich reinhaue...muss gucken, was da ist und dann zauber ich was draus
Dumm sein ist wie tot sein: Man selber merkt nichts, schlimm ist es nur für die Anderen!

Benutzeravatar
m1009
Zar/iza
Zar/iza
Beiträge: 8612
Registriert: Samstag 25. März 2006, 17:43
Wohnort: N.Novgorod, Surgut

Re: Tipps und Hinweise zum russischen Essen

Beitrag von m1009 » Montag 11. März 2019, 23:28

bella_b33 hat geschrieben:
Montag 11. März 2019, 22:14
.bin auch so ein Gefühlskoch....
Wenn auch ein Glückloser....

Benutzeravatar
Okonjima
Zar/iza
Zar/iza
Beiträge: 1356
Registriert: Samstag 20. Oktober 2007, 13:14
Wohnort: Colditz

Re: Tipps und Hinweise zum russischen Essen

Beitrag von Okonjima » Dienstag 12. März 2019, 00:48

Ich hab noch ein Rezept gefunden :D
https://www.youtube.com/watch?v=H2Izy_CvBWU
"Im Wald da steht ein Ofenrohr, nu stellt euch ma die Hitze vor!"

Benutzeravatar
bella_b33
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Beiträge: 11054
Registriert: Sonntag 27. April 2008, 06:24
Wohnort: nahe Saransk/Mordowien
Kontaktdaten:

Re: Tipps und Hinweise zum russischen Essen

Beitrag von bella_b33 » Dienstag 12. März 2019, 15:37

m1009 hat geschrieben:
Montag 11. März 2019, 23:28
bella_b33 hat geschrieben:
Montag 11. März 2019, 22:14
.bin auch so ein Gefühlskoch....
Wenn auch ein Glückloser....
Ich hab Dir doch gesagt, daß ich das Vieh nur vornerum angefahren hatte und der hintere Teil nur ein bisschen nach Reifen gestunken hat, weil ichs beim anschliessenden Sieges-Burnout ein wenig zu weit getrieben hab.....aber NEIN, der Herr war sich ja wieder zu fein!
Dumm sein ist wie tot sein: Man selber merkt nichts, schlimm ist es nur für die Anderen!



Benutzeravatar
Wladimir30
Globaler Moderator
Globaler Moderator
Beiträge: 4452
Registriert: Dienstag 7. Oktober 2014, 11:14
Wohnort: Celle / Wladimir

Re: Tipps und Hinweise zum russischen Essen

Beitrag von Wladimir30 » Dienstag 12. März 2019, 15:53

In Deurtschland ein russisches Gericht zu kochen ohne entsprechende "Schulung" direkt vor Ort, zudem noch mit in Deutschland gekauften Zutaten ist ein ziemlich nutzloses Unterfangen. Ich habe es mal in Deutschland mit dem ganz einfach scheinenden und in Russland verbreiteten Salat aus eingefrorenem Krabbenfleisch versucht. Es war eine Katastrophe. Die Mayonnaise hat einen total anderen Geschmack, das Krabbenfleisch selber war höchstens farblich ähnlich, ok, der Reis war wohl vergleichbar, der Mais auch einigermaßen.

m1009 hat mit dem Beispiel Plov dasselbe gesagt. Meine Frau ist in Dushanbe geboren und aufgewachsen, sie traut sich nur nicht, Plov zu servieren, wenn Gäste da sind (deshalb mein lieber m1009, musstest Du den von mir zubereiteten essen, nachdem Du mich den Abend vorher abgefüllt hattest....). Sie meint auch, dass die Zutaten einfach anders sind, und der Plov anders schmecken MUSS.

Auch anderesherum haben wir es versucht. Meine Kinder lieben Fleischsalat und haben in Russland versucht, welchen zu machen. Wie sagte m1009 so treffend? Ein netter Versuch (nein, es waren mehrere), mehr nicht. Kansste vergessen.
Jon Snow knew nothing - Now he knows everythig..... And the big battle is over

Benutzeravatar
bella_b33
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Beiträge: 11054
Registriert: Sonntag 27. April 2008, 06:24
Wohnort: nahe Saransk/Mordowien
Kontaktdaten:

Re: Tipps und Hinweise zum russischen Essen

Beitrag von bella_b33 » Dienstag 12. März 2019, 16:32

Ja das ist schon irgendwo so.....aber man bekommt überall auf der Welt leckeres Essen hin, so meine Erfahrung.....und ich bin teils wirklich ne Diva :D
Dumm sein ist wie tot sein: Man selber merkt nichts, schlimm ist es nur für die Anderen!

Benutzeravatar
Bluewolf
Zar/iza
Zar/iza
Beiträge: 335
Registriert: Donnerstag 25. November 2010, 14:18
Wohnort: Karlsruhe/ N.N.
Kontaktdaten:

Re: Tipps und Hinweise zum russischen Essen

Beitrag von Bluewolf » Dienstag 12. März 2019, 16:42

In Deutschland ein russisches Gericht zu kochen ohne entsprechende "Schulung" direkt vor Ort, zudem noch mit in Deutschland gekauften Zutaten ist ein ziemlich nutzloses Unterfangen.
Generell Zustimmung, dürfte aber für viele Länderspezifische Gerichte zutreffen (Gyros, Cevapcici, Paella usw. z.B.).

Und ich kann ja nicht jedes mal eine Griechin, Kroatin, Spaniern heiraten, wenn ich traditionelle Essen möchte ;)
Hering unter dem Pelzmantel (Schichtsalat), Blini, Pelmeni etc. würde ich als Deutscher sicher gar nicht erst versuchen. Soljanka oder Borschtsch vielleicht wenn ich alleine wäre. Es gibt hier auch so schöne regionale Eintöpfe wo man auch alles reinwirft ohne sich Gedanken zu machen :lol:

Die Zutaten findet man inzwischen aber fast alle in russischen Supermärkten (Kliver z.B.), die es in meiner Region mehr und mehr gibt, und ich zumindest wage da nicht einen Geschmacksvergleich anzustrengen, ob die georgischen Gurken nun wie russische schmecken (können). Da hat meine Frau die Deutungshoheit ;)

Benutzeravatar
m1009
Zar/iza
Zar/iza
Beiträge: 8612
Registriert: Samstag 25. März 2006, 17:43
Wohnort: N.Novgorod, Surgut

Re: Tipps und Hinweise zum russischen Essen

Beitrag von m1009 » Dienstag 12. März 2019, 17:33

nachdem Du mich den Abend vorher abgefüllt hattest....).
Ich kann nix dafuer, wenn die Dame nur ein halbes Bier vertraegt...

Benutzeravatar
Jenenser
Zar/iza
Zar/iza
Beiträge: 729
Registriert: Donnerstag 29. September 2011, 16:16
Wohnort: Jena

Re: Tipps und Hinweise zum russischen Essen

Beitrag von Jenenser » Dienstag 12. März 2019, 18:33

Bluewolf hat geschrieben:
Dienstag 12. März 2019, 16:42
Hering unter dem Pelzmantel (Schichtsalat)... würde ich als Deutscher sicher gar nicht erst versuchen.
Doch, ein Versuch war es wert. Ich habe Russen und Ukrainer in DE probieren lassen. Sie waren begeistert (ohne irgendeine gute Miene zum vermeintlich bösen Spiel zu machen). Rote Beete und Möhren hatte ich aus dem eigenen Garten und Mayonnaise lässt sich auch selbst zubereiten.

Und umgekehrt? Da erinnere ich mich an Kaliningrad. Der russische Chefkoch eines Restaurants wollte unbedingt Königsberger Klopse in seine Karte aufnehmen. Und ließ die deutschen Gäste vorher erst einmal probieren. Ja, es waren Königsberger, andere meinten jedoch, eine Art Kaliningrader… Keine Ahnung, was aus dem Projekt geworden ist.



Antworten

Zurück zu „#Essen & #Trinken - Zuhause und im Restaurant“