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Re: Verdient der "einfachen" Berufe?

Verfasst: Donnerstag 30. Juni 2011, 10:00
von GastroService
Ja, Norbert, das ist in D auch so, dass das Gesetz nicht ausgehebelt werden darf, auch die "Bindung durch vom Betrieb bezahlter Weiterbildung" kann nicht ueber zig Jahre gemacht werden. Aber kann man einen Mitarbeiter auf betrieblichen Kosten weiterbilden (Kostenvorschuss) und vereinbaren, dass er zum Beispiel mit jedem Jahr der Betriebszugehörigkeit zum Beispiel 33% der Kosten weniger zurueckzahlen muss? Das bedeutet, dass wenn er im 2 Jahr nach der abgeschlossenen Weiterbildung geht, 2/3 der Kosten an den Betrieb zurueckzahlen muss. Wenn er im 4. Jahr geht, hat der Betrieb keine Ansprueche mehr.
Oder die betriebliche Altersversorgung, die ja in Deutschland auch nicht freiwillig weiterbezahlt, oder in einen anderen Betrieb "mitgenommen" werden kann. Sie verfaellt, wenn man den Betrieb, vor Renteneintritt verlaesst.

Re: Verdient der "einfachen" Berufe?

Verfasst: Donnerstag 30. Juni 2011, 10:05
von Sibirier
Es gibt schon Möglichkeiten, den Mitarbeitern es "schmackhaft" zu machen....

-Zus. Krankenversicherung (evtl. auch für Ehefrau/Kinder)
-Firmen-Pkw
-kostenlosen Kaffee, Tee
-kostenloses Mittagessen
-in Moskau auch üblich, kostenloser Transport von/zur Metro
-Bezahlung Kindergarten
-Firmenfeiern
-mehr bezahlte Urlaubstage

Nur sind diese Leistungen meist für den AG steuerlich nicht absetzbar, Gehalt aber schon...Daher sollte man sich überlegen, ob man mehr Gehalt zahlt oder solche Leistungen bietet

Re: Verdient der "einfachen" Berufe?

Verfasst: Donnerstag 30. Juni 2011, 10:11
von GastroService
Sibirier hat geschrieben:Es gibt schon Möglichkeiten, den Mitarbeitern es "schmackhaft" zu machen....
.........
-kostenlosen Kaffee, Tee
.......
Und nicht zu vergessen, das Wasser fuer Tee und Kaffee fuer die Mitarbeiter muss versteuert werden!!! [frust] , wie ich vor wenigen Tagen gelesen habe

Re: Verdient der "einfachen" Berufe?

Verfasst: Donnerstag 30. Juni 2011, 10:22
von Norbert
GastroService hat geschrieben:Aber kann man einen Mitarbeiter auf betrieblichen Kosten weiterbilden (Kostenvorschuss) und vereinbaren, dass er zum Beispiel mit jedem Jahr der Betriebszugehörigkeit zum Beispiel 33% der Kosten weniger zurueckzahlen muss? Das bedeutet, dass wenn er im 2 Jahr nach der abgeschlossenen Weiterbildung geht, 2/3 der Kosten an den Betrieb zurueckzahlen muss. Wenn er im 4. Jahr geht, hat der Betrieb keine Ansprueche mehr.
Mein alter Arbeitgeber hatte diese Idee ebenso. Ein befragter Anwalt meinte, dass man maximal ein halbes Jahr nach Ende einer Weiterbildung die Ausbildungskosten als Strafe zurückverlangen kann, wenn der Mitarbeiter kündigt.
Sibirier hat geschrieben:Es gibt schon Möglichkeiten, den Mitarbeitern es "schmackhaft" zu machen....
Das natürlich. Aber ich habe die Frage von GastroService anders verstanden - kann man die Mitarbeiter rechtlich (!) binden?

Re: Verdient der "einfachen" Berufe?

Verfasst: Donnerstag 30. Juni 2011, 10:31
von GastroService
Nach deutschem Recht kommt es darauf an, welcher finanziellen Einsatz geleistet wurde. Eine Meisterschule oder ein Ingenieurabschluss auf Firmenkosten ist etwas andere, als ein Schweisserlehrgang ueber eine Woche. Also nicht, wie wichtig die Weiterbildung fuer die Taetigkeit oder Aufgabe im Betrieb ist.

Re: Verdient der "einfachen" Berufe?

Verfasst: Donnerstag 30. Juni 2011, 11:52
von bella_b33
GastroService hat geschrieben:Eine Meisterschule oder ein Ingenieurabschluss auf Firmenkosten ist etwas andere, als ein Schweisserlehrgang ueber eine Woche.
Die Kosten der beiden Erstgenannten sind ja auch ein Vielfaches ;).

Re: Verdient der "einfachen" Berufe?

Verfasst: Freitag 5. August 2011, 15:55
von vvodkanasaftrak
bella_b33 hat geschrieben:Wieso redet man eigentlich über das, was man brutto verdient? Aus Arbeitnehmersicht ziemlich uninteressant! Besser kann man über das Geld reden, was man am Ende des Monats wirklich in der Hand hält und nicht mit überhöhten Zahlen prahlen ;)

BTT: Okay, in den Metropolen mag das so sein, wie Norbert und der Rest schon beschrieb. Auf dem Land verdienen auch studierte Juristen etwas im Monat wo meist eine 1 vorn dransteht. 4-stellige Gehälter sind hier auch nicht ungewöhnlich. In der Werkskantine die Kassenfrau geht mit 5trub im Monat heim, Arbeiter im Werk(Mechaniker usw.) 8-9trub.
No, Bella, hier widerspreche ich Dir:

Interessant ist AUSSCHLIESSLICH das Bruttogehalt, weil es -zig andere Einkommensarten gibt und weitere Frage ist, welche Afa-Moeglichkeiten Du hast! Von Verlustvor- oder -nachtrag rede ich noch garnicht...........

Unser Anwalt hier macht im Monat +- 300.000 Rubel, ist aber auch Chef von 8 Anwaelten mit grosser Budgetverantwortung.

Re: Verdient der "einfachen" Berufe?

Verfasst: Freitag 5. August 2011, 16:00
von vvodkanasaftrak
Norbert hat geschrieben:Wenn Du gerade aufmachst, wirst Du noch einige Male anheben müssen. Gerade bei Kräften wie dem Koch.

Meine Erfahrung ist, dass Leute, sobald sie bei einer Firma gut eingearbeitet sind, auf dem Arbeitsmarkt sehr begehrt sind und schnell abgeworben werden. Dein Koch hat ja dann immerhin Erfahrung bei einer "deutschen Gasthausbrauerei". Dieses Prädikat wäre in Novosibirsk locker 40.000 Rubel wert.

In der IT-Branche bewegt sich Novosibirsk gerade stramm auf sechsstellige Löhne zu. Der Markt um wirklich gute Leute ist hart umkämpft, bei 3 % Lohnerhöhung pro Jahr (wie in Europa) lachen Dich die Leute aus.
---unterschreib--- <fuer St. Petersburg>

Re: Verdient der "einfachen" Berufe?

Verfasst: Freitag 5. August 2011, 16:12
von bella_b33
vvodkanasaftrak hat geschrieben: No, Bella, hier widerspreche ich Dir:

Interessant ist AUSSCHLIESSLICH das Bruttogehalt, weil es -zig andere Einkommensarten gibt und weitere Frage ist, welche Afa-Moeglichkeiten Du hast! Von Verlustvor- oder -nachtrag rede ich noch garnicht..........
Naja, mich interessiert irgendwie viel mehr, was am Ende übrig bleibt ;)