Visumproblem zur beabs. Eheschließung

Du willst eine russisch-deutsche Ehe eingehen, die allgemeinen Tipps im Internet helfen Dir aber nicht mehr weiter? Oder Du bist schon russisch-deutsch verheiratet und hast einen guten Rat für andere binationale Ehen? Dann melde Dich hier zu Wort!

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Svente
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Re: Visumproblem zur beabs. Eheschließung

Beitrag von Svente » Dienstag 21. Januar 2014, 11:53

Ach, keine Panik Matze, das muss nicht unbedingt Probleme geben. Selbstverständlich liest man im Netz hauptsächlich über Probleme. Ich war damals auch sehr nervös. Aber in unserem Fall hatte ich den Papierkram am Mittwoch im Standesamt abgegeben und am darauf folgenden Montag war die positive Entscheidung vom OLG Hamm schon da. Es hätte aber auch anders laufen können: In Russland hatte man meiner "damals" Zukünftigen die Ledigkeitsbescheinigung nicht korrekt ausgestellt. Dort stand so sinngemäß drin: "...war vom 18. Lebensjahr bis heute nicht verheiratet". Das wäre hier abgelehnt worden, sagte man mir im Standesamt, weil sie theoretisch auch vor dem 18. Geburtstag hätte verheiratet sein können... Aber wir haben das Gott sei Dank vorher bemerkt und sie hat sich ein neues Dokument ausstellen lassen (wofür sie recht lange mit der Sachbearbeiterin diskutieren musste und diese erst einlenkte, als bei meinem Schatz die Tränchen kullerten)



Claus
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Re: Visumproblem zur beabs. Eheschließung

Beitrag von Claus » Donnerstag 30. Januar 2014, 19:54

Wer kann schnell helfen ?

Jetzt kommt der SuperGau !

Mein Anwalt, der mich sehr viel Geld gekostet hat bis jetzt, hat nach 7 Wochen festgestellt, daß das Standesamt
ein Problem mit dem Scheidungsurteil meiner russischen Verlobten hat. (seit 12 Jahren geschieden, Mann jetzt tot.)

Wow...und dazu brauch ich einen Anwalt ???

Wer kann mir einen Anwalt nennen, der sich mit der Problematik (BetonKopfDenken vom Standesamt) auskennt und
mir gegebenenfalls den Namen dieses guten Mannes nennen ?
Zwar hab ich dann das Geld meines jetztigen Anwalts in den Sand gesetzt, aber das ist mit Wurst.
Der Jetzige sollte mir bei meinem Problem helfen, jetzt ist ER ein Problem.

Ich danke Euch schon mal sehr im voraus.

PS: Das soll kein Hexenmeister sein, aber Einer, der dem Standesamt klarmacht, das ein 12 Jahre altes Scheidungsurteil
aus Russland jetzt nicht mehr nachgebessert werden kann, noch dazu wenn der Ex seit einer Woche tot ist (wie wir erfuhren)
und sich die Beiden im totalen Krieg getrennt haben....daher auch die Scheidung...eigentlich logisch.
Meine Verlobte soll allen ernstes mit dem Ex neu aufs Gericht in Russland gehen und die Scheidung nochmal dokumentieren
lassen. Sie weiß nicht erst wo der wohnt/bzw. gewohnt hat.
Gut wäre auch, so der Standesbeamte, wenn meine Verlobte eine Sterbeurkunde hätte. Also mir fällt dazu nichts mehr ein.
Das originale Scheidungsurteil liegt vor, ist vom entspr. Notar beglaubigt mit Apostille, vom zug. Übersetzer übersetzt und
liegt so dem Standesamt als auch dem OLG München vor.
Da soll man nicht an Deutsche Willkür denken ???

ciao claus

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Re: Visumproblem zur beabs. Eheschließung

Beitrag von olexpert » Donnerstag 30. Januar 2014, 21:22

Vielleicht eine kurze Anmerkung zur Eheschließung in Dänemark ...

Ich habe meine jetzige Frau aus Kaliningrad 2006 kennengelernt. 2010 haben wir wegen der größeren Bürokratie bei einer Heirat in Russland oder Deutschland (wir waren beide schon einmal verheiratet) mit Ihrem Schengenvisumin Dänemark geheiratet und danach noch 3 Jahre gemeinsam in Kaliningrad gelebt. Sowohl die Registrierung der Heirat in Russland mit der Urkunde + Apostille aus Dänemark als auch der vor 8 Monaten vollzogene Umzug unserer Familie (mit zwei Kindern, ein gemeinsames und ein [russisches] aus der ersten Ehe meiner Frau) nach Deutschland liefen problemlos. Eine Nachregistrierúng unserer Ehe in D haben wir bisher auch noch nicht gemacht, die dänischen Urkunden wurden immer akzeptiert. Alles hat damals incl. aller Dokumentbeschaffungen und dem Termin in Tönder (DK) nur 2 Monate gedauert. Vielleicht noch eine Alternative für Euch.
Frank

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Re: Visumproblem zur beabs. Eheschließung

Beitrag von Norbert » Freitag 31. Januar 2014, 08:39

Also einen Anwalt kenne ich auch nicht. ABER, wenn die Scheidungsurkunde eine Apostille trägt, wieso soll sie dann nicht gültig sein? Genau dazu trägt sie ja eine Apostille! Damit muss man sie doch anerkennen?! Also dies würde ich mir zunächst einmal schriftlich geben lassen ... oft hilft schon allein diese Bitte Wunder.

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Re: Visumproblem zur beabs. Eheschließung

Beitrag von Claus » Freitag 31. Januar 2014, 12:00

wow...na der Hinweis ist ja auch nicht ohne....Danke.
Hab die Bitte gleich mal ans Standesamt weiter gelkeitet, sie möchten mir das schriftlich geben,
das ein Dokument mit versehener Apostille für sie nicht gültig ist.

Danke



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Re: Visumproblem zur beabs. Eheschließung

Beitrag von Norbert » Freitag 31. Januar 2014, 12:19

Ich versuche sowohl in D als auch in RU meist die Ruhe zu bewahren und freundlich aber bestimmt auf das zu pochen, was mir rechtens erscheint. Auf diesem Wege erreicht man am ehesten etwas. Zumal man sich ja auch mal irren kann - was mir auch mehrfach passiert ist. Wenn man da vorher den Ton durchgehalten hat, so verliert man auch nicht sein Gesicht.

Die Frage nach einer schriftlichen Begründung kann man ebenso freundlich verpacken: "Die russischen Behörden weigern sich, die Urkunde neu auszustellen, da sie ja bereits vorliegt. Wir benötigen also eine schriftliche Begründung, warum diese Urkunde in Deutschland nicht akzeptiert werden kann." Schwuppdiwupp ist man nicht der Klugscheißer der Ärger machen will, sondern hat eine durchaus logische Bitte.

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Re: Visumproblem zur beabs. Eheschließung

Beitrag von Claus » Sonntag 2. Februar 2014, 09:05

bin immernoch auf der Suche nach einem "fähigen" Anwalt.
Wer da gute Erfahrungen gemacht hat, den bitte ich um kurze PN.
Danke und schönen Sonntag Euch

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