Bitte um die Hilfe zur Textkorrektur!!!

Übersetzungen und Verständnisfragen zu einzelnen Ausdrücken

Moderator: Wladimir30

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Anonymous

Bitte um die Hilfe zur Textkorrektur!!!

Beitrag von Anonymous » Mittwoch 5. April 2006, 12:03

Hallo!

Koennte jemand bitte den nachfolgenden Text durchschauen und eine Korrektur zu machen. Vielen Dank im Voraus!

Mit herzlichsten Gruessen,

Timka

Text:
Die Altgläubigen ist eine christliche religiöse Gruppen und einen Kirchenzweig in Russland, die die Kirchenreformen des 17. Jahrhunderts nicht akzeptierten. Unter der Regierung von Zar Alexej Michailowitsch (1629-1676) kam es zu einer Überprüfung der kirchlichen Texte und Kultpraktiken, bei der große Abweichungen von den griechisch-orthodoxen Vorbildern festgestellt wurden. Ein Gremium aus wichtigen Kirchenmännern, unter ihnen die späteren Antipoden Nikon und Awwakum, sollte eine offizielle Festlegung für die kursierenden, unterschiedlichen Lesearten des kirchlichen Schrifttums treffen. Ihre Reformbewegung "Eiferer der Frömmigkeit" hatte die Erneuerung der Kirche, das Entfernen laxer Sitten aus dem Ritual und die Bekämpfung des Doppelglaubens auf dem Land zum Ziel. Nachdem Nikon 1652 zum Patriarchen gewählt worden war, führte er die Reformen streng nach griechisch-orthodoxem Vorbild durch, was viele seiner früheren Mitstreiter entrüstete. Seine Kirchenreform spaltete die russisch-orthodoxe Kirche in eine offizielle Staatskirche und in die Gruppe der "Altgläubigen" unter der Führung des Protopopen Awwakum. Die Altgläubigen wandten sich nicht grundsätzlich gegen die Revision der Kirchenbücher, sondern dagegen, daß diese auf der Basis später griechischer Texte durchgeführt wurde. Ihre Hauptkritik galt der Zurückdrängung der nationalkirchlichen Tradition zugunsten des byzantinischen Vorbildes.
Die Altgläubigen hielten fest an ihren altüberlieferten Traditionen. In eschatologischer Erwartung - in ihren Augen konnte ein Zar, der solche Reformen zuließ, nur der Antichrist sein - kam es zu Massenselbstmorden, besonders Massenverbrennungen. Der Glaubenszwist zwang die meisten von Altgläubigen zur Flucht in die entlegensten Winkel und Randgebiete des Kaiserreichs, weil sie wegen ihrer religiösen Anschauungen von der Regierung und der russisch-orthodoxen Kirche grausam verfolgt waren.
Als Ergebnis der historischen Wirrungen, der Migrationen und der von Zentralrussland weit entfernten geographischen Lage haben die transbaikalischen Altgläubigen eine einzigartige Form der russischen Kultur bewahrt. Sie zeigt sich in Sprache, Musik, Tracht und Umgangsformen.

Zuerst fluchten die Altgläubigen nach Polen (die Ortacshaften Starodubje und Wetka), heute ist es das Territorium Weissrusslands, wo sie sogar die Grundstücke bekamen. Später kamm an die Macht Ekatherina der Große und nahm diese Grundboden, die früher zu Russland gehörten, bei Polen ab. Über 100’000 Altgläubigen wurden wieder zu den Untertanen des russischen Kaiserreichs. Nähmlich nach dem Befehl der Ekatherina der Zweite wurden die Altgläubigen in die «ungeheuren Einöde»- in Transbaikalien verbannt, wo so viel Land leer stand. Die Grenzen an China und der Mongolei beschützten die Kosaken, in der Gold- und Silbergruben arbeiteten die Zwangsarbeiter. Alle sollten verpflegt sein. Diese Verpflichtung erlegte die Zarin den Altgläubigen auf.
In Sibirien wurden die Altgläubigen als «semejskie» - „die im Familienverbund lebenden“ (vom Wort «semja» - die Familie) bezeichnet, weil sie im Vergleich zu anderen Aussiedlern mit den ganzen Familien kamen.
Die erste Gruppe der Aussiedler kamen im Jahr 1765. Vor ihnen waren unendliche unberührte Grundboden, aber die Altgläubigen setzten sich an die Arbeit mit einem wahren Biereifer, so dass sie bald in dem ganzen Gouvernement berühmt wurden. In Sibirien waren sogar die Gerüchte im Gänge, dass die Altgäubigen selbst die Steine ergiebig machten.
Mit der Verbreitung der Altgläubigen in Transbaikalien verläuft die gegenseiteige Durchdringung und Beeinflußung der russischen und burjatischen Kulturen in Laufe des wirtschaftlichen und alltäglichen Lebens beider Völker.
Die Burjaten übernommen bei den Altgläubigen ihre reiche Erfahrung im Ackerbau, Hausbau, in der Heuernte; und die Altgläubigen bekamen neue Kenntnisse in der Viehzucht.
Bis heute bewahrten die Altgläubigen ihre einmalige Traditionen. So existiert der Brauch, die Hauser bunt anzustreichen und liebevoll zu dekorieren. Eine der wertvollsten Erscheinungsformen ist die volkstümliche Gesangstradition der Altgläubigen. In ihr finden sich Elemente altrussischer kirchlicher Gesänge aus dem Mittelalter. Charakteristisch ist vor allem die polyphone Art und Weise der Klangbildung. Die bäuerlichen Lieder wirken in ihrer Vielstimmigkeit geradezu eigentümlich langgezogen. Diese ursprüngliche Form des Singens wurde über mehrere Jahrhunderte bewahrt und vermitteln das einzigartige und originдre Kolorit der Altgläubigen. Das Repertoire umfasst alte Lieder aus verschiedenen Gegenden Russlands, geistliche und liturgische Gesänge, Spiele, Volkstheater, bäuerliche Tänze und Quadrillen.



StefanKlein

Beitrag von StefanKlein » Donnerstag 6. April 2006, 17:37

Hallo Timka,

ich schicke dir eine korrigierte Fassung deines Textes.

Wenn du der Meinung sein solltest, es muesse anders geschrieben werden, moechte ich die sagen, ich bin Dozent fuer Deutsch an der russischen Uni RUDN und federfuehrend beim naechsten internationalen Kongress.

Also glaube mir bitte, es ist schon richtig so.

Gruss

Stefan

Prof. Klein

achimH

Beitrag von achimH » Samstag 8. April 2006, 14:45

StefanKlein hat geschrieben:Hallo Timka,

ich schicke dir eine korrigierte Fassung deines Textes.

Wenn du der Meinung sein solltest, es muesse anders geschrieben werden, moechte ich die sagen, ich bin Dozent fuer Deutsch an der russischen Uni RUDN und federfuehrend beim naechsten internationalen Kongress.

Also glaube mir bitte, es ist schon richtig so.

Gruss

Stefan

Prof. Klein
Wenn schon Eindruck schinden, dann wenigstens fehlerfrei Herr Professor!
Im Übrigen schickt man ne Message dieser Art per "pn"

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Beitrag von Xottabych » Sonntag 9. April 2006, 21:20

achimH hat geschrieben:Im Übrigen schickt man ne Message dieser Art per "pn"
Wieso? Wie wuesste der Rest denn sonst, dass sich jemand erbarmt hat?

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Re: Bitte um die Hilfe zur Textkorrektur!!!

Beitrag von Schwabe » Sonntag 22. November 2009, 18:08

Anonymous hat geschrieben:
Die Grenzen an China und der Mongolei beschützten die Kosaken, in der Gold- und Silbergruben arbeiteten die Zwangsarbeiter.
Der Beitrag ist zwar schon mehr als 3 Jahre alt, aber ich habe dennoch eine Frage, die mich interessiert:

Ich habe auch gehört, dass Kosaken viele Dörfer/ Städte in Sibirien und Fernost gegründet haben. Aber warum war das so? Ich dachte die Kosaken lebten in der Ukraine (Dnepr-Don-Gebiet). Was für einen Stand hatten sie in der Gesellschaft?

Danke schonmal für die Antworten,

Schwabe



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