Stalin - grammatikalisch korrekt?

Übersetzungen und Verständnisfragen zu einzelnen Ausdrücken

Moderator: Wladimir30

Anonymous

Beitrag von Anonymous » Montag 17. Januar 2005, 16:50

Ach ja, bedeutet Lenin auch irgendetwas, also der Name? Der hieß ja in Wirklichkeit Uljanow mit Nachnamen.



Dave
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Beitrag von Dave » Montag 17. Januar 2005, 16:58

Dem soll wohl so sein:

Ab 1900 verwendete Wladimir Iljitsch Uljanow den Decknamen / das Pseudonym Lenin.

"Eine Erklärung besagt, dass er sich dabei auf den sibirischen Strom Lena (Fluss) bezog (Lenin bedeutet russisch: "Der vom Flusse Lena Stammende") - nach Sibirien verbannt zu werden bedeutete damals praktisch, dass man im zaristischen Russland als anerkannter Oppositioneller galt.

Die andere plausible Erklärung besagt, dass er mehr an sein Kindermädchen Lena dachte und dass er bereits als kleiner Bub auf die Frage, "wem er sei" zu antworten pflegte: "Lenin!" (russisch: "Lenas!").

Wie auch immer, die (damals jungen) russischen Revolutionäre pflegten vor hundert Jahren ihr charismatisches Image mit einprägsamen und klangvollen Decknamen, Pseudonymen oder gar Künstlernamen: Lenin, Stalin ("Der Stählerne"), Trotzki ("Der Trotzige"), Molotow ("Der Hämmernde")."


Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Hauptseite

Grundig

Beitrag von Grundig » Freitag 4. Februar 2005, 02:02

Dave hat geschrieben: [/i]...die (damals jungen) russischen Revolutionäre pflegten vor hundert Jahren ihr charismatisches Image mit einprägsamen und klangvollen Decknamen, Pseudonymen oder gar Künstlernamen: Lenin, Stalin ("Der Stählerne"), Trotzki ("Der Trotzige"), Molotow ("Der Hämmernde")."[/i]
Die Erklärungen zu Lenin seinem Decknamen stimmen.
Alles andere aber nicht.
Wobei "Lenin" wird zu recht mit der Bildung der russischen Nachnamen erklärt. Bei weiteren Decknamen vergisst man dies aber gleich.

Also Stalin bedeutet keineswegs "Der Stählerne", sondern einen mit Hilfe der Endung -in von Stahl abgeleiteten Nachnamen.
Dasgleiche gilt für Molotow ( die Endung hier -ow ).

"Der Stählerne" heißt in Russischem : стальной.
"Der Hämmernde" würde молотящий heißen.

Trotzki - "Der Trotzige" - hat in Russisch überhaupt keine Bedeutung.
Es gibt mehrere Versionen:
- Leo Bronstein, Jude von Nationalität, hat es aus Jiddischem abgeleitet.
- in einem Gefängnis, wo Bronstein saß, gabs einen brutalen Aufseher.
Und bei einer der späteren Verhaftungen gab Leo den Namen Trozki zum Protkoll an.

PS: die irrtümliche Interpretation der russischen Nachnamen erinnert mich an die weitverbreitete Meinung, dass der Wodka in Russischem "das Wasserchen" bedeute.
Der Wodka ist auch in Russischem - водка.
"Das Wasserchen" - водичка.

Bephep

Beitrag von Bephep » Freitag 4. Februar 2005, 03:15

Halllo.
Das finde ich ungerecht,hier wird verbessert ohne Ende und ich wollte 7 Punkt nur etwas zum Verstaendnis helfen und werde sofort verbal verpruegelt.

Die Aussprache ist in Deutschland unterschiedlich,als Deutscher hoert man ja wo jemand herkommt aus Nord oder Sued.Also werden auch die Buchstaben unterschiedlich ausgesprochen und bei Fremdwoerten kommt es auch darauf an ob der Sprecher die Fremdsprache beherrscht.Bei der Aussprache hier ist Job und Journalist gleich.Stein Stock Stahl werdem meistens wie Schtein Schtock Schtahl gesprochen.

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Beitrag von 7punkt » Freitag 4. Februar 2005, 11:09

Bephep hat geschrieben:Halllo.
Das finde ich ungerecht,hier wird verbessert ohne Ende und ich wollte 7 Punkt nur etwas zum Verstaendnis helfen und werde sofort verbal verpruegelt.
Man muss also unterscheiden: zwischen Hilfe, die man braucht, und "Hilfe", um welche keiner gebeten hat, und die sich als "Hilfe" kaum bezeichnen laesst, denn in dem Fall haste keinem zum Verstaendniss geholfen. Weiter so!

7punkt



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Beitrag von Axel Henrich » Sonntag 6. Februar 2005, 17:29

7punkt hat geschrieben:
Bephep hat geschrieben:Das finde ich ungerecht,hier wird verbessert ohne Ende und ich wollte 7 Punkt nur etwas zum Verstaendnis helfen und werde sofort verbal verpruegelt.
Man muss also unterscheiden: zwischen Hilfe, die man braucht, und "Hilfe", um welche keiner gebeten hat, und die sich als "Hilfe" kaum bezeichnen laesst, denn in dem Fall haste keinem zum Verstaendniss geholfen. Weiter so!
Weisst du 7punkt, ich frage mich schon die ganze Zeit, warum du so angepisst reagierst?

Fakt ist, das Bephep mit seinem Hinweis:
> Lehrerin von den Beruf
>> und was bringst Du bei

[wuerde man schreiben welche Faecher unterrichtest Du]

Recht hat!

Auch deine Frage ist fuer einen Deutschen verstaendlich und man kann vieles in vielen verschiedenen Varianten aussprechen.
Aber ein Grund warum Sie nicht geantwortet hat, koennte sein, weil deine Frage einfach missverstaendlicher war, weil Umgangssprache ...
Ein anderer moeglicherweise auch, weil Sie sah, wie du mit Kritik umgehst ...

Vielleicht hat Bephep gerade deswegen verbessert weil er weiß, dass vieles umgangssprachliches auch zu Missverstaendnissen fuehrt und zu dauernden Nachfragen und daher mehr auf korrekte Aussprache achtet.
Insofern hat er sehr wohl "zum besseren Verstaendniss geholfen"!

Auf jeden Fall war seine Kritik sachlich und auch richtig und deine Reaktion darauf unsachlich und in dieser vehemenz voellig unverstaendlich ... :?
Erst dachte ich, bei Euch beiden lief vorher schonmal irgendwas negatives, aber inzwischen glaube ich, du kannst nicht besonders gut mit Kritik umgehen. Sieh es doch mal so, die Foren helfen sicher auch in Sachen (Aus)-Sprache und wer will schon von sich behaupten er sei Fehlerfrei? :) Freilich sollte man auf Postings verzichten die einzig zum kritisieren verfasst worden, oder nur um irgendwelche Schreibfehler zu verbessern ohne auch thematisch etwas beizutragen, solche Postings stoeren wirklich. Wenn du also der Lehrerin z.B. nur geantwortet haettest, dass der Artikel "den" in Ihrem Satz nix zu suchen hat ...

Du (natuerlich auch jeder andere hier) wirst dir sicher keinen aus der Krone brechen, wenn man bei sachlich gefuehrter und berechtigter Kritik einfach auch mal zuruecksteckt und einen Fehler zugibt. Und in diesem Fall war Umgangssprache auch IMHO eher "kontraproduktiv".

Denke bitte mal darueber nach und reich die Hand ... :lol:

-ah-

Bephep

Beitrag von Bephep » Montag 7. Februar 2005, 00:43

Das war wirklich nur ein Versuch zum Verstaendnis, aber auch etwas dumm von mir, denn verbessern sollte man nur wenn jemand das wuenscht und das kann auch noch Probleme geben.Man sollte aber auch die Leute nicht ausfragen,was bist Du,was machst Du, schick mal ein Bild.

Diese Elena suchte auch einen Deutschen Mailpartner,an sich haette 7 punkt garnicht antworten sollen.Koennte ich auch einmal schreiben.

Wir sollten,da schliesse ich mich nicht aus,auch Neuen im Forum den Einstieg erleichtern.Und nicht verscheuchen.
In diesem Forum kann man auch seine Meinung austauschen und bekommt viele Informationen,lobenswert Sibirier oder Dietrich ,die Antworten auf manchmal nicht einfache Fragen.':blumen2:'

Also lasst uns weiter diskutieren,hart aber fair,und nicht pruegeln.

Und alle die in Russland wohnen nur mit dem Wetter aergern,heute 8 bis 10 Grad plus, den ganzen Tag Sonne und blauer Himmel , wunderschoenes Wetter zum spazieren gehen.':reiter:'

Anonymous

Beitrag von Anonymous » Mittwoch 9. Februar 2005, 13:03

Ich persönlich finde das OK, wenn die Leute mir sagen, wie man einen oder anderen Satz besser auf Deutsch sagen kann.

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