Siegesparade Moskau 2021 [teilweise gelöscht]

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Nikolaus
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Re: Siegesparade Moskau 2021 - Liste der besten Aussichtspunkte

Beitrag von Nikolaus » Mittwoch 5. Mai 2021, 09:16

Norbert hat geschrieben:
Dienstag 4. Mai 2021, 19:19
Also in Dresden gab es zwei Varianten: Gleichgültigkeit oder "die armen Schweine". Unsere Häuser waren schon grau, aber die Kasernen wurden noch bewusst grau angepinselt. Die jungen Rekruten wurden auf stinkenden Lkw mit Holzbänken rumgefahren ... da hatte man eher Mitleid als Frust. Dennoch war der Begriff "die Russen" natürlich eher negativ belegt.
Ich glaube, das trifft es ganz gut. In meinen Stadtteil verirrten sich ueberhaupt sehr selten russische Soldaten. Eigentlich Null Kontakte.
:)
1990 haben wir dann "Westbekannte" in Mönchengladbach besucht und dort war der Umgang mit den amerikanischen Soldaten ein ganz anderer. Viel offener, ganz normale Straßen führten durch die Kaserne hindurch. Ich nahm das als ein viel engeres Miteinander wahr.
:) Naja, da bist Du wohl sogar auf einer Pershing geritten. Nee, nee Militaer ist Militaer.
Ich habe ja meinen Grundwehrdienst in einem Militaerinstitut an der heutigen Dresdner Stauffenberg-Allee abgedient. Da sind wir auch manchmal zu einem selbst fuer uns erschwinglichem Abendessen ins russische Offizierskasino gepilgert oder haben billige russische Zigaretten gekauft. Da habe ich das erste Mal Lachs, Stoer und Kaviar gegessen. Aber Null Kontakte mit den russischen Gaesten. Ok, wir waren ja in Uniform klar als Muschkoten erkennbar. :) Selbst als einmal im Ballsaal Tanz war. Einige Toechter waren da wohl nicht direkt gegen Kontakte, aber den Vaetern passte das wohl gar nicht. :) Ok, nicht so weit weg gab es ja den Lindenhof - drei Saele, drei Moeglichkeiten. :)



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Wladimir30
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Re: Siegesparade Moskau 2021 [teilweise gelöscht]

Beitrag von Wladimir30 » Mittwoch 5. Mai 2021, 09:36

Als alteingesessener Wessi kann ich von den Erfahrungen mit den westlichen Soldaten in meiner Jugend berichten. Aufgewachsen im Norden Deutschlands, kam ich dort mit den englischen (oder besser britischen) Streitkräfte in Kontakt. Die waren mehr oder weniger integriert im Alltag, wobei viele, insbesondere Ältere ein eher negatives Bild hatten, weil die eben doch jungen Soldaten eher Hitzköpfe waren und nach guter alter englischer Tradition gern mal die Situation "aufgemischt" haben. Ansonsten war es ein friedliches Nebeneinander, viele Deutsche hatten bei den englischen Streitkräften gearbeitet (z.B als Wartungsschlosser). Für die Weiterbildung in sprachlicher Sicht war ein Besuch in der Disko ein 100%-iger Garant für einen Kontakt. Wir sind eigentlich gut mit "denen" ausgekommen. Später, im Studium in Süddeutschland kam ich in Kontakt mit US-Soldaten. Das war etwas komplett anderes. Viele waren mit ihrer Familie da, und sie lebten tatsächlich in den Städten, zwar meist am Stadtrand, aber eben nicht im Ghetto, sondern innerhalb der Stadtgrenzen. Dort lebten sie allerdings in ihrem kleinen Amerika, der Wille, sich mit der einheimischen Bevölkerung auszutauschen, war nicht sonderlich groß. Dennoch gab es ihn, den direkten Kontakt, und wer diesen Kontakt aktiv suchte, hatte dabei auch keinerlei Probleme. Es sind ja auch viele Mischehen entstanden.

Sowohl die britischen als auch die US-Soldaten waren im Handel recht beliebt, da sie kräftig zur Umsatzsteigerung beitrugen. Obwohl sie auch eigene Geschäfte hatten. Als die Soldaten abgezogen wurden, war entsprechend der Handel am stärksten am Jammern. Der Bevölkerung, soweit ich das mitbekommen konnte, war es relativ egal. Lediglich der Wohnungsmarkt entspannt sich schlagartig.
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Re: Siegesparade Moskau 2021 [teilweise gelöscht]

Beitrag von Bluewolf » Mittwoch 5. Mai 2021, 16:17

Wladimir30 hat geschrieben:
Mittwoch 5. Mai 2021, 09:36
Später, im Studium in Süddeutschland kam ich in Kontakt mit US-Soldaten. Das war etwas komplett anderes. Viele waren mit ihrer Familie da, und sie lebten tatsächlich in den Städten, zwar meist am Stadtrand, aber eben nicht im Ghetto, sondern innerhalb der Stadtgrenzen. Dort lebten sie allerdings in ihrem kleinen Amerika, der Wille, sich mit der einheimischen Bevölkerung auszutauschen, war nicht sonderlich groß. Dennoch gab es ihn, den direkten Kontakt, und wer diesen Kontakt aktiv suchte, hatte dabei auch keinerlei Probleme. Es sind ja auch viele Mischehen entstanden.
Zustimmung. Karlsruhe war dahingehend allerdings etwas speziell(er). Wir hatten bis Anfang/ Mitte der 90er gleich drei Kasernen. Kanadier, die allerdings nur eine kleine Garnison für Luftüberwachung und Fernmeldewesen für den Flugbetrieb in Lahr und Baden-Baden- Söllingen (den heutigen FKB) unterhielten. Und zwei fette Garnisonen der Franzosen und US Amerikaner. Die haben sich des Öfteren wegen Zuständigkeiten gekappelt, die scheinbar quer durch den Landkreis verliefen. Auf Grund des Verhältnisses Frankreich/Deutschland allgemein und Elsaß/Baden im Speziellen, kam es komischerweise auch Jahrzehnte nach Kriegsende kaum zu gegenseitigen Kontakten.
Mit den Amis jedoch gab es einen reichhaltigen kulturellen und wirtschaftlichen Austausch. Neben vielen Konzerten, Gospel Gottesdiensten usw. war zweimal im Jahr amerikanisches Volksfest mit allem was man so in den USA halt konsumiert (Karamelleis, Hot Dogs, Burger, Eiscreme + Shakes). Daneben war z. B. der Eintritt ins Offizierscasino am Wochenende auch für Deutsche möglich. Freitag/ Samstag war immer "Tanzabend". Dieses Angebot nahmen viele deutsche Damen gerne an. Und ja, "auf einmal" sind in meiner Jugend einige farbige Menschen eingeschult worden ;)
Wladimir30 hat geschrieben:
Mittwoch 5. Mai 2021, 09:36
Sowohl die britischen als auch die US-Soldaten waren im Handel recht beliebt, da sie kräftig zur Umsatzsteigerung beitrugen. Obwohl sie auch eigene Geschäfte hatten. Als die Soldaten abgezogen wurden, war entsprechend der Handel am stärksten am Jammern. Der Bevölkerung, soweit ich das mitbekommen konnte, war es relativ egal. Lediglich der Wohnungsmarkt entspannt sich schlagartig.
Da mein Onkel für die Kanadier arbeitete (Bordinstrumente der Flugzeuge warten) gab es z. B. einmal pro Monat eine Galone Jim Beam. Der Job verschaffte ihm dann auch eine Anstellung als Expat für Siemens in Toronto, wo er bereits seit 1980 dann auch lebte.
Und ja, die Kanadier und eben US Amerikaner waren im Straßenbild fest verankert, während die Franzosen lieber kurz über den Rhein fuhren. Aber generell erinnere ich mich auch da bereits an einen regen grenzüberschreitenden Warenverkehr und Austausch von Arbeitsplätzen.
Nach dem Abzug entstand mit der Nordstadt ein komplett "neues" Revier für 10.000 Menschen (in dem im Übrigen noch einige US Amerikaner leben, die hier bleiben wollten), die Franzosen Garnison wurde so etwas wie "Klein Bonn" mit vielen Dienststellen verschiedener Behörden.
Den Wohnungsmarkt in einer Studentenstadt hat das allerdings nicht wirklich entschärft, da die Stadt den ehemaligen Flughafen lieber als Biotop ausgewiesen hat :)

Funfact an der Stelle:
Welche Strassennamen sind denn bei euch so geändert worden? Hatte mich nie interessiert. Ich wusste gar nicht, dass ich mich oft in der Adolf Hitler Strasse rumtrieb :lol:

In den ersten Jahren ändern die Besatzer folgende Straßennamen:

Dietrich-Eckart-Straße wird Entenfang
Hermann-Göring-Platz wird Gottesauer Platz
Reinhard-Heydrich-Straße (früher Westendstraße) wird Reinhold-Frank-Straße
Adolf-Hitler-Platz wird Marktplatz
Adolf-Hitler-Straße wird Pfinztalstraße
Holzweberstraße wird Alter Graben
Walter-Köhler-Straße wird Am Steinbruch
Fritz-Kröber-Straße wird Karlsruher Allee
Maikowskystraße wird Gänsloch
Herbert-Norkus-Straße wird Hagdornstraße
Planettastraße wird Grenzstraße
Platz der SA wird Festplatz
Hans-Schemm-Straße wird Ruschgraben
Fritz-Todt-Straße wird Ettlinger Straße
Horst-Wessel-Ring wird Parkring
Albert-Leo-Schlageter-Straße wird An der Bahn
Robert-Wagner Allee wird Durlacher Allee
Forstnerstraße wird Kanalweg
Günther-Quandt-Straße wird Gartenstraße
Albert-Leo-Schlageter-Hain wird Alter Friedhof
Reichsstraße wird Ebertstraße
Maxaustraße wird Ludwig-Marum-Straße

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Re: Siegesparade Moskau 2021 [teilweise gelöscht]

Beitrag von Jenenser » Mittwoch 5. Mai 2021, 18:25

kamensky hat geschrieben:
Dienstag 4. Mai 2021, 18:58
Jenenser hat geschrieben:
Dienstag 4. Mai 2021, 18:26

Anfang der 1990er war ich in Amberg (Bayern) mal bei einem „Volxsfest“ der US-Amerikaner in der Kaserne, so eine Art „Tag der offenen Tür“. Alle waren freudig besoffen, die Bayern und die Amis. Mir wurde auf einmal richtig schlecht.
Jetzt mal abgesehen auf den Bezug zum Thema, liest sich das wahrlich lustig. "Die anderen haben gesoffen und dem Besucher (vermutlich nuechternen) des Tags der offenen Tuer, wurde es ploetzlich schlecht! Vielleicht auf Grund von Sauerstoffmangel? Sachen gibts! ;) :lol:
Nee, bei mir kam damals die Frage auf, warum sowas mit den Russen bei uns nicht ging. „Die russische Seele wird nicht offenbart an solchen Feiern, wie zum Beispiel dem Oktoberfest (русская душа не раскрывается)“ hatte mir später einmal ein guter Freund in RU wörtlich mitgeteilt...
Einen guten Draht zu den Bayern habe ich gefunden in Rosenheim auf der dortigen „Wiesn“. Man muss da halt herangeführt werden. Zu Amis habe ich ihn bis heute nicht.

Bluewolf hat geschrieben:
Mittwoch 5. Mai 2021, 16:17
Welche Strassennamen sind denn bei euch so geändert worden? Hatte mich nie interessiert. Ich wusste gar nicht, dass ich mich oft in der Adolf Hitler Strasse rumtrieb :lol:

In den ersten Jahren ändern die Besatzer folgende Straßennamen:

Dietrich-Eckart-Straße wird Entenfang
Hermann-Göring-Platz wird Gottesauer Platz
Reinhard-Heydrich-Straße (früher Westendstraße) wird Reinhold-Frank-Straße
Adolf-Hitler-Platz wird Marktplatz
Adolf-Hitler-Straße wird Pfinztalstraße
Holzweberstraße wird Alter Graben
Walter-Köhler-Straße ...
Großangelegte Umbenennungen an Straßennamen nahmen Besatzer in den Jahren 1945 und 1990 vor. Doch auch in der Neuzeit finden einige Plätze einfach keine Ruhe durch „Umtaufungen“.
Beispiel - der Platz neben meiner ehemaligen Schule: 1914 – 1933 Wöllnitzer Platz, 1933 – 1945 Adolf-Hitler-Platz, 1945 – 1990 Karl-Marx-Platz, 1990 – 2011 Petersenplatz, ab 2011 Jenaplan. ;)

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Re: Siegesparade Moskau 2021 [teilweise gelöscht]

Beitrag von kamensky » Mittwoch 5. Mai 2021, 18:44

Jenenser hat geschrieben:
Mittwoch 5. Mai 2021, 18:25

Zu Amis habe ich ihn bis heute nicht.
Ich habe die Ankunft der US-Navy zweimal erlebt auf den Phils genauer der Insel Cebu. Da war schon 10 Tage zuvor die Hoelle los und die Preise schossen, also nicht nur stiegen um das 5 fache in die Hoehe. Egal um welchen Artikel, Getraenk in Restaurants usw. es sich handelte. Und als die dann ueber Nacht wirklich ankamen und man die Soldaten, glaube auch Marines genannt so vor sich sieht, dann glaubt Man(n) / Frau befindet sich in einem zoologischen Garten, Abteilung Affengehege. Zumindest rein visual haben die eher wenig mit menschlichen Attributen gemeinsam. Irgendwie ein Abbild von King Kong. Doch "menschlich " waren die so ganz OK, bis auf wirklich ein paar wenige, welchen die Ueberheblichkeit schon ins Gesicht geschrieben war. Ansonsten habe ich eigentlich stets gute Erinnerungen an die von mir getroffenen Amis, ob in den Staaten selbst, oder ausserhalb den USA. Auch als Arbeitspartner sehr angenehm und zuverlaessig.
ATTN @all: Ich bin weder der Verfasser noch ein Redaktionsmitarbeiter von der/den vorstehenden Verlinkung/en.



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Re: Siegesparade Moskau 2021 [teilweise gelöscht]

Beitrag von Axel » Mittwoch 5. Mai 2021, 19:06

lol, gerade mal aus Neugier nachgeschaut, ob es in Köln auch Hitlerplätze gab und ausgerechnet der Ebertplatz, an dem ich schon so oft vorbeifuhr und heute sozialer Brennpunkt ist, weil dort so viele Asylanten aus Afrika mit Drogen ticken, hieß von 33-45 tatsächlich Adolf-Hitler-Platz. Was ein krasser Zufall. Wenn das mal der "Führer" wüsste, was auf diesem Platz heute vor sich spielt.

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Re: Siegesparade Moskau 2021 - Liste der besten Aussichtspunkte

Beitrag von Okonjima » Freitag 7. Mai 2021, 13:43

Marco hat geschrieben:
Dienstag 4. Mai 2021, 20:26
Das würde ich mal bezweifeln. Im großen und ganzen ist die Präsenz doch vielen Deutschen gleichgültig oder nehmen sie nicht wahr, außer die Atomwaffen sind mal wieder in den Medien oder irgendwelche Operationen der Amis. Danach verschwindet doch das in der Versenkung
Und ich denke vor Ort wollen die Leute die AMis auch nicht missen, denn häufig sind sie auch in strukturschwachen Regionen, wo die Amis dann doch direkt oder indirekt für Jobs sorgen, indem die Soldaten dort eben auch ihr Geld ausgeben. Man denke nur mal an die Pfalz.
Prinzipiell sehe ich das natürlich ähnlich. Was mich stört ist ist die doppeldeutige Bewertung von Militär. Einerseits wird die Militärparade
der Russen verhöhnt bzw. kritisiert, anderseits wird bei mindestens vergleichbarem Militäraufwand in D wohlwollend genickt, weil
es ja gut für die angegliederte Wirtschaft ist. Also gehts wieder nur um "gut" oder "böse" am Ende! Daher konnte ich mir die Spitze zum
Karneval natürlich nicht verkneifen. Trotzdem kenne ich einige Leute die es auch begrüßen würden. Aber kann natürlich am "Osten" liegen ...

Meine Erfahrungen mit der russischen Armee - wir hatten auch eine große Kaserne hier in Grimma. Als Kinder haben wir gelegentlich
aufm Dorf am Strassenrand die Autos der Militärtransporte gezählt. Wir durften sogar manchmal mit helfen, wenn was kaputt war.
Gegenüber Kindern waren alle richtig cool drauf. Später dann mal mit der Schule ein Besuch in der Kaserne. Da habe ich richtig "Angst"
vorm Wehrdienst bekommen, obwohl die versucht haben uns nur gute Sachen zu zeigen. Aber 30 Mann in einem Schlafsaal war schon
heftig. Da habe ich die erste Bekanntschaft mit Rotfront-Mischka Waffeln gemacht. Fanden wir damals ebenso uncool wie Schlagersüßtafel.
Wenn Not am war, waren auch Soldaten im Produktionseinsatz bei uns im Porzellanwerk in Colditz. Aber richtigen Kontakt gabs da nicht.
Außerdem wurden da meist die Jungs aus Mittelasien abkommandiert und das waren eh die ärmsten Schweine in der russ. Armee!
Genau das hat mich später während meiner Armeezeit noch stärker beschäftigt. Denn die o.g. Soldaten wurden wohl manchmal wirklich
so drangsaliert, das die bei der nächsten Gelegenheit in Versuchung kamen abzuhauen. Das war dann meistens bei Manövern und die
Folge war, die Jungs waren mit Waffe und Taschen voller "Mumpeln" unterwegs. Natürlich gabs da bei den Russen eine MP die die gesucht
hat, aber für alle Militäröbjekte im Umkreis von ca. 100 km hieß das "erhöhte Gefechtsbereitschaft". Das hieß für mich damals -
ohne Hund und mit Stahlhelm statt Schiffchen durch den Wald. Kam nur einmal vor, trotzdem hab ich die "Deppen" damals verflucht.
Möchte auch nicht wissen, was mit denen passiert ist, wenn die MP die erwischt hat, denn das war Fahnenflucht...

Meine Erfahrungen mit den "Amis" - erstmal auch aus militärischer Sicht. Unsere Ausbildungskompanie war 89 in der Nähe von
Potsdam. Die Alliierten bzw. deren MP durften sich ja innerhalb Berlins frei bewegen. Außerhalb Berlins unter gewissen Auflagen,
also z.B. Militärobjekte durften nicht fotografiert bzw. ausspioniert werden, Die fuhren häufig bei uns vorbei u. die Engländer
und Franzosen haben sich auch daran gehalten. Die Amis mußten häufig mal "Cowboy" spielen, d.h. schlichen auch mal nachts
ums Objekt und versuchten Fotos zu machen. Besonders gut schienen sie aber nicht informiert gewesen zu sein, denn bei uns
gabs zwar viele Hunde aber wenig Waffen. Und 2-3 gute Hunde an kulminanten Punkten plaziert, halfen relativ gut das Problem
zu beheben ;) Fanden wir damals als Dachse in Ausbildung noch richtig aufregend...
Später bei meinem kurzen Intermezzo bei der Bundeswehr gabs gelegentlch dienstlich Kontakt mit den Amis. Da bestätigte sich
in etwa mein "Vorurteil" über das amerkanische Militär. Und zwar - nimm ihnen die Technik weg und die Jungs sind völlig
aufgeschmissen. Null Improvisation... und das war vor ca. 30 Jahren, wer weiß wie das heute ist. Kein Wunder das die in
Vietnam Zweiter geworden sind [shitstorm]

So, jetzt hat der Militarist aber fertig ! ;) :pirat:
Sollte jemand Kabarettentzug verspüren... einfach mal "Lauterbach warnt" googeln

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Re: Siegesparade Moskau 2021 [teilweise gelöscht]

Beitrag von Bobsie » Freitag 7. Mai 2021, 18:54

Hier ein Vorläufer zum Tag des Sieges, der Siegeszug ist im Land unterwegs. :D
Das war am 5.Mai.
ihttps://www.youtube.com/watch?v=ZbU-Nozbub0

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Re: Siegesparade Moskau 2021 [teilweise gelöscht]

Beitrag von Bobsie » Sonntag 9. Mai 2021, 11:20

Und seit 10 Uhr Moskauer Zeit läuft die Parade :D

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Re: Siegesparade Moskau 2021 [teilweise gelöscht]

Beitrag von kamensky » Sonntag 9. Mai 2021, 12:21

Bobsie hat geschrieben:
Sonntag 9. Mai 2021, 11:20
Und seit 10 Uhr Moskauer Zeit läuft die Parade :D
Hoffentlich bleiben deine Unterhosen frei von "Sportsflecken " !

Vielleicht solltest du dir auch einmal Gedanken ueber Themen machen, welche die soziale Sphaere und somit Recht auf Leben beinhalten. Das diesbezueglich Russland ein "Drecksloch" und Unrechtsstaat von Luegenpolitik ist, beweist der nachstehende Beitrag.

https://novayagazeta.ru/articles/2021/0 ... krug-dobra

Fuer Show und "Moechtegern - Image "ist Geld in Huelle und Fuelle vorhanden, aber fuer Kinder mit einer Krankheit, welche Mangels Medizin zum sicheren Tode fuehrt, fehlt dem Staat die finanziellen Mittel.
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