Russischer Corona-Impfstoff "Sputnik V"

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L. Jasminovič
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Re: Russischer Corona-Impfstoff "Sputnik V"

Beitrag von L. Jasminovič » Donnerstag 21. Oktober 2021, 12:45

Reuters berichtet heute genau das gegensätzliche: https://www.reuters.com/world/europe/ex ... 021-10-21/



Marco
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Re: Russischer Corona-Impfstoff "Sputnik V"

Beitrag von Marco » Donnerstag 21. Oktober 2021, 16:28

Das ist nicht das Gegenteil
Dein Bericht ist über die EMA und der von Nikolaus über die WHO

kamensky
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Re: Russischer Corona-Impfstoff "Sputnik V"

Beitrag von kamensky » Dienstag 26. Oktober 2021, 07:01

Nachimpfung:

Am 23.10.21 wurde Teil 2 (Sputnik V) nachgeimpft

Absolut keine Beschwerden waehrend den ersten 24 Std., wie danach auch nicht.
ATTN @all: Ich bin weder der Verfasser noch ein Redaktionsmitarbeiter von der/den vorstehenden Verlinkung/en.

Nikolaus
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Re: Russischer Corona-Impfstoff "Sputnik V"

Beitrag von Nikolaus » Donnerstag 28. Oktober 2021, 08:15

Wie man liest, kommt man auch in Russland mit der Entwicklung eines Vakzines zur nasalen Anwendung voran.
https://ria.ru/20211028/zaschita-175660 ... um=desktop
Die Frau Matwijenko erzaehlte wohl kuerzlich sogar, dass ihr empfohlen wurde, ein solches als "Booster" zu verwenden.
Ich habe nicht recht verstanden, ob man vielleicht woanders da schon weiter ist!? Und wann da der gewoehnliche Sterbliche Zugang erhaelt - fuer die Dame gibt es ja selbstredend keine Grenzen ...
Die Amerikaner schienen ja auch ziemlich weit zu sein, obwohl auch noch laengst nicht anwendungsbereit.
https://www.deutsche-apotheker-zeitung. ... 19-Vakzine
Ich als Laie faende das recht attraktiv. Jedenfalls viel angenehmer, als die Aussicht, regelmaessig Auffrischungsimpfungen ueber mich ergehen zu lassen. :)

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Re: Russischer Corona-Impfstoff "Sputnik V"

Beitrag von arghmage » Donnerstag 28. Oktober 2021, 09:07

Nikolaus hat geschrieben:
Donnerstag 28. Oktober 2021, 08:15
Wie man liest, kommt man auch in Russland mit der Entwicklung eines Vakzines zur nasalen Anwendung voran.
https://ria.ru/20211028/zaschita-175660 ... um=desktop
Wird auch schon längere Zeit in Erlangen erforscht
https://www.fau.de/2021/04/news/wissens ... -covid-19/
Man hört aber aktuell nix mehr davon.



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Re: Russischer Corona-Impfstoff "Sputnik V"

Beitrag von Nikolaus » Freitag 29. Oktober 2021, 08:59

Ja, es scheint so, dass man in Erlangen ueber Forschungsansaetze bisher nicht gekommen ist.
Da sind wohl die Russen schon ein Stueck weiter - sie haben ja mit den klinischen Erprobungen begonnen.
Wenn so etwas marktreif wuerde, koennte das ja wohl sogar direkt gegen Ansteckung schuetzen - fein. Jedes halbe Jahr in die Nase spruehen ... :)

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Re: Russischer Corona-Impfstoff "Sputnik V"

Beitrag von arghmage » Freitag 29. Oktober 2021, 10:38

Nikolaus hat geschrieben:
Freitag 29. Oktober 2021, 08:59
Ja, es scheint so, dass man in Erlangen ueber Forschungsansaetze bisher nicht gekommen ist.
Da sind wohl die Russen schon ein Stueck weiter - sie haben ja mit den klinischen Erprobungen begonnen.
Wenn so etwas marktreif wuerde, koennte das ja wohl sogar direkt gegen Ansteckung schuetzen - fein. Jedes halbe Jahr in die Nase spruehen ... :)
Das Nasenspray gibt es schon seit über einem Jahr zu kaufen, nennt sich Algovir.
Und klinische Erprobung ist doch eine Studie, die Russen nennen es anscheinend nur anders. Wobei ja Sputnik auch schon eingesetzt wurde, bevor die (zumindest hier vorgeschriebenen) Studien abgeschlossen waren. Diesmal ging das halt scheinbar gut, wobei das Dilemma ja eher ist, daß sich viele Russen nicht impfen lassen wollen (womit auch immer).
Die Studie der FAU sollte nur die Wirksamkeit gegen Covid belegen, da das ursprünglich als Erkältungsspray auf den Markt kam.
Schaden kann es auf jeden Fall nicht, als Wirkstoff ist Carragelose drin (wird aus Rotalgen gewonnen), also im Prinzip ein natürliches Mittel.
Wobei sowas wohl nie und nimmer ein halbes Jahr vorhalten wird. Da wird im Prinzip ein Schutzfilm auf die Schleimhäute gelegt, der das Eindringen der Viren verhindern soll. Ich denke mal, mehr als ein paar Stunden hält sowas nicht.

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Re: Russischer Corona-Impfstoff "Sputnik V"

Beitrag von m5bere2 » Freitag 29. Oktober 2021, 18:55

arghmage hat geschrieben:
Freitag 29. Oktober 2021, 10:38
Schaden kann es auf jeden Fall nicht, als Wirkstoff ist Carragelose drin (wird aus Rotalgen gewonnen), also im Prinzip ein natürliches Mittel.
Polonium ist auch ein natürliches Mittel. :D

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Re: Russischer Corona-Impfstoff "Sputnik V"

Beitrag von m1009 » Sonntag 31. Oktober 2021, 07:33

kamensky hat geschrieben:
Dienstag 26. Oktober 2021, 07:01
Nachimpfung:

Am 23.10.21 wurde Teil 2 (Sputnik V) nachgeimpft

Absolut keine Beschwerden waehrend den ersten 24 Std., wie danach auch nicht.
Gleiches bei Nachimpfung mit Sputnik Light. Keine Beschwerden, weder bei der BfiH noch bei mich. Mir...

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Re: Russischer Corona-Impfstoff "Sputnik V"

Beitrag von Nikolaus » Sonntag 31. Oktober 2021, 08:50

arghmage hat geschrieben:
Freitag 29. Oktober 2021, 10:38
Wobei sowas wohl nie und nimmer ein halbes Jahr vorhalten wird. Da wird im Prinzip ein Schutzfilm auf die Schleimhäute gelegt, der das Eindringen der Viren verhindern soll. Ich denke mal, mehr als ein paar Stunden hält sowas nicht.
Ja, das Mittel ist eben kein Impfstoff. Die Russen und auch die Amerikaner entwickeln dagegen einen echten Impfstoff, der als Nasenspray angewendet werden kann und wohl dort die Bildung von Antikoerpern bewirkt. Und die russischen Entwickler haben nun im Oktober die Zulassung fuer klinische Erprobungen (an Testpersonen) bekommen.
Der Leiter des russischen Forschungsnstituts ist der Meinung, dass dessen Mittel fuer Booster-Impfungen geeignet sein wird und mindestens ein halbes Jahr wirkt. Na, schauen wir mal, was die weiteren Untersuchungen zeigen.

Uebrigens: Die russische Zulassung fuer Sputnik V im August 2020 seinerzeit war ja nur eine zeitweilige Zulassung fuer eine klinische Erprobung der Stufe 3, also nur fuer Testpersonen, nicht fuer eine freie Anwendung. Fuer die breite Anwendung wurde das Praeparat ja erst Ende 2020 in Ru zugelassen, glaube ich, nachdem entsprechende Zwischenergebnisse vorlagen. Das entsprach wohl dann etwa einer Notfallzulassung, wie sie im Westen ueblich ist.
Soweit ich weiss, wurden doch alle westlichen Impfstoffe ebenfalls auf der Basis von Notfallzulassungen breit eingesetzt. Einen sonderlichen Unterschied kann ich da nicht erkennen. Es scheint mir, dass die Russen eben einfach eine andere Methodik fuer die Zulassung von Impfstoffen verwenden. Weiss der Teufel, ob die schlechter oder besser ist!? Wenn nun wohl ueber 70 Laender den Impfstoff anwenden und keine signifanten Komplikationen bekannt geworden sind, scheint ja auch die Produktion sicher zu sein.
Ich kann mir auch lebhaft vorstellen, dass es mit dem Bereitstellen von Primaerdokumenten in englischer Sprache, insbesondere zu den klinischen Untersuchungen der Stufe 3 mit -zig Tausend Teilnehmern Probleme gibt - allein mit der Uebersetzung tut man sich sicherlich schwer. Wir jedenfalls haben, auf ganz anderem Gebiet, stets nur Informationen auf Russisch bekommen. Nur Zusammenfassungen wurden uebersetzt bzw. einfach von uns selbst auf Deutsch verfasst.
Naja, mittlerweile ist es ja auch fast Wurscht, wann die russischen Impfstoffe in Europa zugelassen sind. Breit eingesetzt werden sie sowieso nicht werden. Und fuer Reisende wuerde es wohl auch voellig reichen, wenn die russischen Impfzertifikate nach WHO-Zulassung harmonisiert und in Europa anerkannt wuerden.
:)



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