Russophilie - Russophobie

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Wladimir30
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Re: Russophilie - Russophobie

Beitrag von Wladimir30 » Donnerstag 17. Januar 2019, 16:43

saransk hat geschrieben:
Donnerstag 17. Januar 2019, 15:37
das die Russische Nation, Kultur und die Menschen allen anderen der Welt überlegen seien. Und dann feiert man den Sieg über den Faschismus. Auch so ein Wort, was in Russland eine ganz andere Bedeutung hat, als in vielen anderen Ländern.
Sorry, nein. Absolut falsch.

Aber ich sag ja, das Konglomerat aus veschiedenen Ebenen, auf denen so was abläuft, ist in der Tat sehr schwer aufzudröseln. Aber diese hier dargestellte Sicht ist eindeutig falsch.
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Re: Russophilie - Russophobie

Beitrag von Berlino10 » Donnerstag 17. Januar 2019, 16:58

saransk hat geschrieben:
Donnerstag 17. Januar 2019, 15:37


Während im westlichen Denken die Verbindlichkeit und Unantastbarkeit von Verträgen und auch die Souveränität der Staaten an erster Stelle steht, sieht
:shock: :lol: :shock: :shock: :shock: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:

saransk hat geschrieben:
Donnerstag 17. Januar 2019, 15:37

Im Gegensatz zu vielen "Europäischen" Ländern haben die Russen ihre PR-Abteilung noch im Griff.
Ich glaube die westliche Propaganda hat dich im Griff und zwar völlig. :shock:

Wie oft muss der Westen noch andere Lände überfallen, Kriege anzetteln, Umstürze, ... Interventionen, ... (islamistische) Terroristen züchten, ... bevor du irgendetwas begreifen wirst???
Der Westen betreibt weltweit seinen mörderischen und gnadenlosen Imperialismus - militärisch, politisch, ökonomisch - mit Millionen Todesopfern, wider Völkerrecht, Verträgen, Souveränität anderer Staaten .... und da kommt so ein lächerlicher, zutiefst verlogener Satz.

Das stellt sogar die Propagandahörigkeit der hirnlosesten Putinisten in den Schatten :shock:

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Re: Russophilie - Russophobie

Beitrag von lausi » Donnerstag 17. Januar 2019, 18:49

saransk hat geschrieben:
Donnerstag 17. Januar 2019, 15:37
Zudem gibt es ja auch das Selbstverständnis ... das die Russische Nation, Kultur und die Menschen allen anderen der Welt überlegen seien.
Dieses Selbstverständnis ist mir bei keinem meiner russischen Bekannten aufgefallen. Eher das Gegenteil trifft zu.
Ich weiß aber natürlich nicht, was Du für Leute kennst... :roll:
“Habe Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen!”
- Immanuel Kant

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Re: Russophilie - Russophobie

Beitrag von Norbert » Donnerstag 17. Januar 2019, 18:56

Also "überlegen sein" habe ich auch selten gehört. Eher: "Alle können uns nicht leiden." Aber das ist in beiden Großmächten eine Panik, nicht ganz unbegründet.

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Re: Russophilie - Russophobie

Beitrag von m1009 » Donnerstag 17. Januar 2019, 19:20

lausi hat geschrieben:
Donnerstag 17. Januar 2019, 18:49
saransk hat geschrieben:
Donnerstag 17. Januar 2019, 15:37
Zudem gibt es ja auch das Selbstverständnis ... das die Russische Nation, Kultur und die Menschen allen anderen der Welt überlegen seien.
Dieses Selbstverständnis ist mir bei keinem meiner russischen Bekannten aufgefallen. Eher das Gegenteil trifft zu.
Ich weiß aber natürlich nicht, was Du für Leute kennst... :roll:
Ich weiss nicht, wie lang "saransk" schon in Russland wohnt..... ich habe in den letzten 16 Jahren nichts dergleichen erfahren....



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Re: Russophilie - Russophobie

Beitrag von willi » Freitag 18. Januar 2019, 11:41

m5bere2 hat geschrieben:
Donnerstag 17. Januar 2019, 13:57
willi hat geschrieben:
Donnerstag 17. Januar 2019, 13:31
alle anderen mit der Kalaschnikov unterm Bett auf das Signal warten um das Baltikum und Polen zu überrennen.
Na immerhin muss ich jedes Jahr bei meinem Arbeitgeber zur Abteilung für Mobilisierung und die Aktualität meiner Daten prüfen lassen. ;) So wie alle anderen russischen Männer unter 50 auch.
:lol: :lol: :lol: In Deutschland heisst dass "Vorsorgeuntersuchung"

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Re: Russophilie - Russophobie

Beitrag von Okonjima » Freitag 18. Januar 2019, 12:06

Also ich höre auch immer nur "wir sind eh an allem schuld" oder eben "uns kann keiner leiden", aber dieses Überlegenheitsgehampel ist
doch dann eher eine sehr deutsche Eigenschaft! Gerade wenn ich mit Deutschen ohne Russlandbezug über RUS spreche.
Zudem ist es doch so, das diese Art von Patriotismus, welcher in Russland ganz selbstverständlich ist, im Westen (Vor allem in Deutschland, Österreich oder den skandinavischen Ländern) völlig unbekannt ist oder vehement abgelehnt wird.
Auf Deutschland bezogen stimmt das, aber im Ösiland oder Norwegen gehts schon ziemlich patriotisch zu. In D wundert es mich mittlerweile
das es nicht bei jedem Länderspiel ne Gegendemo mit Regenbogenfahnen am Start ist - wegen zuvieler Deutschlandfahnen! :lol:
"Im Wald da steht ein Ofenrohr, nu stellt euch ma die Hitze vor!"

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Re: Russophilie - Russophobie

Beitrag von willi » Freitag 18. Januar 2019, 12:43

@ Saransk

Das Verhalten kenne ich nur von irgendwelchen Offiziellen in Uniform, die den Stempel haben, den unsereins gerade braucht. Aber hat nichts mit anderen Nationen oder Kultur zu tun, die lassen ihre eigenen Leute genauso runterlaufen. Ansonsten habe ich noch keine negativen Erfahrungen in Russland gemacht, weder in Polizeikontrollen noch besoffen in irgendwelchen Kaschemen.

Kleine Anekdote die ich mir so in einer westlichen Grossstadt auch nicht vorstellen kann....

Letzten Winter in Ulyanovsk in der Hotelbar haben zwei gesoffen. Einer davon, gross und sehr hager, hat es übertrieben und nur so zum Spass ein Zweisitzersofa über den Tresen geworfen. Kurz drauf wurde die Bar vor Rollkommando mit Helm, kugelsicherer Weste, MP, Schlagstock gestürmt und der Mann wurde unter Gegenwehr nach draussen verbracht. Was passiert dann mit ihm?
Viertel Stunde später sind wir zum Rauchen raus. Draussen standen zwei Fahrzeuge der Miliz mit Blaulicht, der Besoffene sass zuerst nur auf dem Rücksitz und die Jungs standen einfach rum. Dann fing er zu krakelen an und wollte aus dem Auto raus. Nachdem er nicht zu beruhigen war wurde er mit Kabelbindern fixiert und auf dem Boden abgelegt wo er dann weiter vor sich hin schimpfen durfte.
Nun ja, irgendwann kam ein Auto an, vermutlich Familienangehörige, hat ihn in den Kofferrauf gepackt und mitgenommen. Quasi tiefenentspannt...

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Re: Russophilie - Russophobie

Beitrag von Jenenser » Freitag 18. Januar 2019, 12:55

Oki trifft es mal wieder auf den Punkt. Frei aus dem wahren Leben.
lausi hat geschrieben:
Donnerstag 17. Januar 2019, 18:49
saransk hat geschrieben:
Donnerstag 17. Januar 2019, 15:37
Zudem gibt es ja auch das Selbstverständnis ... das die Russische Nation, Kultur und die Menschen allen anderen der Welt überlegen seien.
Dieses Selbstverständnis ist mir bei keinem meiner russischen Bekannten aufgefallen. Eher das Gegenteil trifft zu.
Ich weiß aber natürlich nicht, was Du für Leute kennst... :roll:
In Ergänzung würde mir noch die Frage einfallen, wie man als Ausländer (Deutscher) mit dieser Einschätzung in Russland überhaupt so zurechtkommt...

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Re: Russophilie - Russophobie

Beitrag von Okonjima » Freitag 18. Januar 2019, 13:28

Jenenser hat geschrieben:
Freitag 18. Januar 2019, 12:55
In Ergänzung würde mir noch die Frage einfallen, wie man als Ausländer (Deutscher) mit dieser Einschätzung in Russland überhaupt so zurechtkommt...
Meine Meinung bzw. teilweise auch Erfahrung - wenn der bisher Unwissende dann das erste selbst in RUS war ändert sich seine Meinung.
Selbst wenn er nur mit ner Reisegruppe durch St.Petersburg geführt wurde. Zumindestens merkt er erstmal das die nicht alle im Wodkarausch
und mit dem Pferdekarren durch die Gegend hampeln. (sehr sehr übertrieben ausgedrückt ;) )
Kleines Beispiel von mir noch. Als unsere Chefin vor 3 Jahren in Rente gegangen ist, hat sie sich vorgenommen mal nach RUS zu reisen.
Hat sie im letzten Jahr auch gemacht. Sie war auch so eine "Überlegenheitsdeutsche" und hat mir im Vorfeld die unmöglichsten Fragen dazu
gestellt. Sie kam völlig begeistert aus Piter zurück und plant schon die nächste Reise.
Aber nun hat natürlich nicht jeder so einen kompetenten Russlandbotschafter wie meinereiner! :lol:
"Im Wald da steht ein Ofenrohr, nu stellt euch ma die Hitze vor!"



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