Folgen der Sozialisierung für den allg. Umgang

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domizil
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Re: Folgen der Sozialisierung für den allg. Umgang

Beitrag von domizil » Mittwoch 18. November 2015, 17:13

... eine gut gelungene neue Überschrift für dieses ausgelagerte Thema - finde ich. Und nachdem ich die neuen Beiträge gelesen habe, habe ich mich auch zu diesem Thema entschlossen, keinen weiteren Unsinn zu schreiben und bestelle das Thema wieder ab.

Ach, ehe ich es vergesse: Leonidas, es ist etwas anstrengend mit Ihnen zu kommunizieren - zumindest empfinde ich dies so. Ich bin aber bereits in einem Alter, wo ich mich nicht mehr anstrengen möchte.

Uwe Niemeier
Das Wertvollste, was der Mensch besitzt, ist das Leben. Es wird ihm nur ein einziges Mal geschenkt, und er muß es so verbringen, dass ihn später die zwecklos verlebten Jahre nicht qualvoll gereuen...
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leonidas
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Re: Folgen der Sozialisierung für den allg. Umgang

Beitrag von leonidas » Mittwoch 18. November 2015, 19:14

domizil hat geschrieben:... eine gut gelungene neue Überschrift für dieses ausgelagerte Thema - finde ich. Und nachdem ich die neuen Beiträge gelesen habe, habe ich mich auch zu diesem Thema entschlossen, keinen weiteren Unsinn zu schreiben und bestelle das Thema wieder ab.

Ach, ehe ich es vergesse: Leonidas, es ist etwas anstrengend mit Ihnen zu kommunizieren - zumindest empfinde ich dies so. Ich bin aber bereits in einem Alter, wo ich mich nicht mehr anstrengen möchte.

Uwe Niemeier
Toll, dass Sie das nicht vergessen haben, aber die Frage sei gestattet. Wo und Wann hatten Sie jemals mit mir kommuniziert.? .Sie haben einmal eine Frage gestellt, was mich in Kaliningrad rum und umtreibt. die ich Ihnen allgemein verständlich beantwortete.
Erinnern Sie sich, dass ich Sie auf einen gemeinsamen Freund in Kaliningrad hinwies ? Und Sie berschweren sich über mangelnde Bereitschaft zum Gedankenaustausch ?

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Wladimir30
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Re: Fast wie eine Bombe.

Beitrag von Wladimir30 » Mittwoch 18. November 2015, 19:40

Jenenser hat geschrieben:Dass speziell diese „ostdeutsche (pseudo)-sozialistische Sozialisierung“ der russischen Seele heute näher scheint, ist eine These, über die es sich allerdings lohnt, zu diskutieren...
Uwe hat recht versuchen wir doch einfach diese Frage mal aufzugreifen. Es sollte nicht gleich wieder ein neues und hoffentlich interessantes Thema zerschossen werden.

Da ich im Westen aufgewachsen bin, kann ich hier erstmal wenig zu sagen. Meine Meinung ist allerdings, dass eine Sozialisierung über einige wenige Jahrzehnte nicht auf die nationale Seele (oder wie immer man das nennen will) durchschlägt.
Jon Snow knew nothing - Now he knows everythig..... And the big battle is over

leonidas
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Re: Fast wie eine Bombe.

Beitrag von leonidas » Mittwoch 18. November 2015, 20:55

Wladimir30 hat geschrieben:
Jenenser hat geschrieben:Dass speziell diese „ostdeutsche (pseudo)-sozialistische Sozialisierung“ der russischen Seele heute näher scheint, ist eine These, über die es sich allerdings lohnt, zu diskutieren...
Uwe hat recht versuchen wir doch einfach diese Frage mal aufzugreifen. Es sollte nicht gleich wieder ein neues und hoffentlich interessantes Thema zerschossen werden.

Da ich im Westen aufgewachsen bin, kann ich hier erstmal wenig zu sagen. Meine Meinung ist allerdings, dass eine Sozialisierung über einige wenige Jahrzehnte nicht auf die nationale Seele (oder wie immer man das nennen will) durchschlägt.
Können wir uns darauf einigen, dass mit Sozialisierung etwas ganz anderes bezeichnet wird als das, was wir hier meinen ? ich kenne aber auch kein Substantiv dafür.
Sozialistisierung käme dem nahe.
Ich denke, dass wir dem Thema dann näher kommen, wenn wir dem Sozialismus/Kommunismus als Gegensatz nicht den Kapitalismus gegenüber stellen, sondern den Individualismus , denn ein Kobinatsdirektor muss auch in einem kommunsitischen, sozialistischem Land Kapital akkumolieren.
Es ist aber ein gewaltiger Unterschied, ob der Arbeitende nach Betriebsschluss nach Hause in die Individualität geht oder durch ein Kollektiv aufgefangen wird.
Und da gleicht sich die Welt des NS dem Sozialismus wie ein Ei dem anderen. Beispiele kann ich nennen.

Und dieses Kollektiv, diese Gemeinschaft , auch wenn auch einmal als Zwang empfunden, zusammen mit der Wohlfaht des Staates, Recht auf Arbeit, bezahlbares kulturelles Angebot, Unterstützung junger Familien, sicher auch aus politischen Gründen, machen den Sinn scharft für das, was es im Individualismus/ meinetwegen Kapitalismus weniger gibt.
Dinge, die es vielleich im heutigen Russland auch nicht mehr gibt ?
(meine Frau war vor einigen Tagen in Kiev angekommen, und hat für die Nacht auf dem Kiever Voksal eine Übernachtungsmöglichkeit bekommen, die es noch aus sozialistischen Zeiten gibt, und die zufällig den gleichen Namen wie bei den Nazis hat: Mutter und Kind.
So etwas gibt es z.B. auf keinem Deutschen Bahnhof., da kannst Du Dir allenfalls auf der Bahnhofsmission nen Pot Kaffee abholen.

Ich glaube schon, dass, im Fall der DDR, eine Veränderung der Sicht auf sich, auf die Gemeinschaft im Laufe von 40 Jahren Sozialismusart etwas bewirkt, keine Veränderung, weil Veränderung ja bedeutet, dass es vorher etwas anderes gegeben hat, aber ich glaube, dass die DDR-Bürger intensiver gelebt haben, auch kritischer.
Die soziale Komponente war in der DDR größer als in der BRD.
Uns BRD-Bürgern wurde vieles zu leicht gmacht, einzig und alleine mussten wir unsere Vergangenheit irgendwie verarbeiten.
Daraus kann natürlich auch für die Bürger der ex DDR so etwas wie eine nachträgliche Verklärung ihres Landes enstehen. Wir aus dem Westen sollten aber keinesfalls hochnäsig darüber hinweg gehen. Es war deren Heimat.
Ich hätte nicht in deren Lage sein wollen.

.

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Re: Folgen der Sozialisierung für den allg. Umgang

Beitrag von inorcist » Mittwoch 18. November 2015, 21:17

Hatten wir das Thema nicht schon mal gehabt? Nur etwas anders formuliert, kommt mir so vor.

Ossis und Wessis: Hängt die Sicht auf Putin davon ab?



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Re: Folgen der Sozialisierung für den allg. Umgang

Beitrag von zimdriver » Mittwoch 18. November 2015, 21:31

leonidas hat geschrieben:....
Die Gemeinsamkeiten mit Hitler sind offensichtlich, wobei ich Hitler NICHT !!! als Faschisten bezeichne. Faschismus ist etwas anderes, als das, was in Deutschland war. Faschismus ist, mit einem einzigen Satz beschrieben. Oberklassenherrschaft bei dauernder Massenbegeisterung. Das zweite gab es in der DDR , das erste nicht. Wandltz oder die Normannenstraße war keine Oberklassenherrschaft.
Der sozialistische Aspekt bei Hitler ist enorm,,
Damit will ich es belassen....
... und damit war es wieder einer mehr auf meiner Liste der zu ignorierenden Forenschreiber ...

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Re: Folgen der Sozialisierung für den allg. Umgang

Beitrag von m1009 » Mittwoch 18. November 2015, 22:28

Da faellt mir doch was ein... :D

"Je mehr Menschen ich kennenlerne, umso mehr komme ich zu der Erkenntnis,
dass der HIRNTOD nicht zwangsläufig das Ende des LEBENS bedeuten muss!"

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Re: Folgen der Sozialisierung für den allg. Umgang

Beitrag von bella_b33 » Donnerstag 19. November 2015, 01:07

m1009 hat geschrieben:Da faellt mir doch was ein... :D

"Je mehr Menschen ich kennenlerne, umso mehr komme ich zu der Erkenntnis.....
.....der absoluten Unwissenheit in Verbindung mit völliger Selbstüberschätzung :D
Dumm sein ist wie tot sein: Man selber merkt nichts, schlimm ist es nur für die Anderen!

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Re: Fast wie eine Bombe.

Beitrag von makarios » Donnerstag 19. November 2015, 03:30

Ein Zusammenhang zwischen der Sozialiserung und der Entscheidung der Leute, nach Russland zu gehen, hätte mich auch interessiert.

Nun, obwohl leonidas gar nicht Sozialisierung meint, wenn er davon spricht...
leonidas hat geschrieben:Können wir uns darauf einigen, dass mit Sozialisierung etwas ganz anderes bezeichnet wird als das, was wir hier meinen ?
bleiben wir doch mal beim Thema, um nicht zuzulassen, dass er mit seinen Faschismusthesen schon wieder einen Themenwechsel provoziert.

Die Foristen hier haben wohl eher unpolitische Gründe für ihr Interesse an Russland, also keine sozialromantischen, dafür private oder wirtschaftliche - aber das könnt ihr ja selbst schreiben.

Die Ossis, die sich für die Ex-SU interessieren, um dort den in der DDR verlorenen Sozialismus wiederzufinden, dürften an der Hand abzuzählen sein. Im Gegenteil, ich kenne unter Ossis eher eine Abneigung gegen Russland, wegen des damals aufgezwungenen Systems und der empfundenen Nachteile gegenüber dem Westen.

Im Westen dagegen habe ich viel größeres Desinteresse und auch tief wurzelnde Angst vor allem vorgefunden, was mit dem "Gespenst des Kommunismus" zu tun hatte. Vielleicht macht das die Ossis letztlich ein wenig offener für das heutige Osteuropa.

Andererseits ... es ist auch alles schon wieder 25 Jahre her ...

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Re: Folgen der Sozialisierung für den allg. Umgang

Beitrag von Norbert » Donnerstag 19. November 2015, 07:04

leonidas hat geschrieben:Ob es nun stimmt oder nicht, dass das Gros der Moderatoren aus der DDR kommt, ist völlig egal, deren positive Meinung , Faible für Russland, dürfte aus politischen Gründen anfangs sicher nicht der Fall gewesen sein, sich erst später eingestellt haben dürfte , als die "Segnungen des Westens" mit dem verglichen wurde, was es in der DDR an sozialen Dingen gab, soziale Dinge, die aus der CCCP übernommen wurden.
(das Thema Flucht vor dem deutschen Schulsystem geht in diese Richtung)

Das ganze ist sicher beim Grundtenor angesiedelt: feindliche Übernahe der DDR durch die BRD, die, verständlicherweise von Vielen in der Republick, noch nicht verdaut ist.
Nur zur Info: Trifft für mich in gar keiner Weise zu. Sicher habe ich einst Russland als Auslandssemester gewählt, weil man mich in der Schulzeit zum Lernen diese Sprache verdonnert hatte und ich davon wenigstens noch irgendeinen Nutzen haben wollte. Dass ich danach in Russland geblieben bin, hatte rein private Gründe. Aufgrund des Schulsystems plane ich eine Rückkehr nach Deutschland.

(Ich war auch viel zu klein, um der DDR eine Träne nachweinen zu können. Und ich würde sogar die steile These aufstellen, dass ein Leben in Deutschland um ein Vielfaches "sozialistischer" als ein Leben in Russland ist.)
makarios hat geschrieben:Die Foristen hier haben wohl eher unpolitische Gründe für ihr Interesse an Russland, also keine sozialromantischen, dafür private oder wirtschaftliche - aber das könnt ihr ja selbst schreiben.
Das klingt schon wesentlich realistischer. Danke.



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