Heute vor 70 Jahren griif Sowjetunion Polen an

Das Politische Forum ist nur für "Debattanten" und Gäste sichtbar. Wer mitdiskutieren möchte, der muß sich der Gruppe der Debattanten anschließen. Eine Mitgliedschaft muß beantragt werden.

Moderator: Admix

Benutzeravatar
andreask020361
Zar/iza
Zar/iza
Beiträge: 479
Registriert: Samstag 8. April 2006, 07:48
Wohnort: MOSKAU-Berlin-abuja-berlin-

Re: Heute vor 70 Jahren griif Sowjetunion Polen an

Beitrag von andreask020361 » Mittwoch 9. November 2011, 20:17

hallo armin , was willst du uns sagen, dass es schon immer so war dass kriege aus verhältniss zu den nachbarn entstehen , da bin ich anderer meinung, . Keine oma OPa usw ,kein Mann keine frau wird einen Krieg freiwillig anfangen gegen einen Nachbarn, egal ob man ihn mag oder nicht. Es ist immer die mächtigen bzw die die möglichkeit haben die Massen dahingehend zu manipulieren ,wobei nur sie einen vorteil aus dem Konflikt bekommen. Niemals der Mann oder die Frau ,weder opa noch oma, weder auf der einen noch auf der anderen Seite. Darum, es war schon immer in der geschichte so das Kriege nur durch Manipulation, Desinformation,falschinformation,versprechen von schnellen reichtum(heisst Diebstahl),und Nationalismus entstehen, und als instrument der herrschenden eingesetzt wird. Der einfache Bürger ist immer der looser, in afrika haT MIR MAL EIN WAISER Mann gesagt.wenn zwei elefanten kämpfen,verliert immer das Gras.
die Vergangenheit ist leichter zu deuten als die Zukunft



Benutzeravatar
Andrei
Berater/in
Berater/in
Beiträge: 54
Registriert: Donnerstag 6. Oktober 2011, 02:03
Wohnort: Moskau
Kontaktdaten:

Re: Heute vor 70 Jahren griif Sowjetunion Polen an

Beitrag von Andrei » Donnerstag 10. November 2011, 00:09

harald63 hat geschrieben: Nö, weil vergessen nicht geht und vergessenes bei Gelegenheit wieder hervorkommt. Besser ist es, sich gemeinsam darüber klar zu werden, dass die Großväter ziemlich blöd gehandelt haben, jetzt eine andere Zeit ist und man gemeinsam besser vorankommt.
Es gibt ein weise russiche Sprichwort: "Кто старое помянет, тому глаз вон, а кто забудет - тому оба вон". Also, unsere Großväter waren nicht blöd, auf keinem Fall dürfen wir so über unsere Ahnen denken. Aber für jedes Rätsel soll es eine eigene Lösung geben. Wenn wir heute gleich wie unsere Großväter handeln, dann sind wir selbst blöd, nicht sie!
Und für Armin - meinen Respekt! :)

Benutzeravatar
Hero 1964
Zar/iza
Zar/iza
Beiträge: 531
Registriert: Montag 30. April 2007, 00:24
Wohnort: Karlsruhe-Penza
Kontaktdaten:

Re: Heute vor 70 Jahren griif Sowjetunion Polen an

Beitrag von Hero 1964 » Donnerstag 10. November 2011, 00:30

andreask020361 hat geschrieben: .....von schnellen reichtum(heisst Diebstahl),......
работать и молчать.......dann kommst auch zu was, besser ist`s. Denn es tut mir leid, welch Verallgemeinerung (um nicht zusagen "Blödsinn")
Ты неси меня река : Расторгуев

Benutzeravatar
andreask020361
Zar/iza
Zar/iza
Beiträge: 479
Registriert: Samstag 8. April 2006, 07:48
Wohnort: MOSKAU-Berlin-abuja-berlin-

Re: Heute vor 70 Jahren griif Sowjetunion Polen an

Beitrag von andreask020361 » Donnerstag 10. November 2011, 00:41

#aus dem zusammenhang nehmen , dann noch blödsinn nennen,
falls kein deutsch kannst ,es gibt kleine bücher nennen sich wörterbuch oder besser mit deinen worten ,wenn nix verstehst dann besser молчать
die Vergangenheit ist leichter zu deuten als die Zukunft

Benutzeravatar
manuchka
Tipp-Königin
Tipp-Königin
Beiträge: 7369
Registriert: Dienstag 15. März 2005, 17:08
Wohnort: HH
Kontaktdaten:

Re: Heute vor 70 Jahren griif Sowjetunion Polen an

Beitrag von manuchka » Donnerstag 10. November 2011, 02:30

andreask020361 - der Zusammenhang ist bei deinen Beiträgen oft sehr schwer zu verstehen, schon allein weil sie sich wegen deiner eigentümlichen Schreibweise schlecht lesen lassen. Sorry, aber es ist einfach so...
Du erntest, was du säst.



Benutzeravatar
Daten-Salat
Insider/in
Insider/in
Beiträge: 131
Registriert: Donnerstag 20. Oktober 2011, 02:55
Wohnort: in Oberhessen

Re: Heute vor 70 Jahren griif Sowjetunion Polen an

Beitrag von Daten-Salat » Freitag 11. November 2011, 07:32

Vielen Dank für Beides, die Komplimente und die kritischen Nachfragen!

Ein Grundgedanke meines Beitrags ist gewesen, das wir keine Chance haben, den Weltfrieden ein Stückchen vorwärts zu bringen, wenn wir alleine aufhören, rückwärts zu blicken und die historischen Entwicklungen zu verstehen, ohne dass die anderen Völker auch diesen Weg mitgehen, ihre Geschichte zu vergessen. Da wir 'Ausländer' die anderen Völker weder überzeugen noch zwingen können, nur noch an die Zukunft zu denken, wären wir die Deppen der Welt, wenn wir als einzige auf die Informationen und Lehren der Geschichte freiwillig verzichten würden.

Kommen wir zum Beispiel nochmal auf die Schlachten am Peipussee vor 800 Jahren bzw. bei Grunwald vor 600 Jahren zurück. Eine nationalistische und religiöse Propaganda, gespeist aus Schule, Kirche, Politik und Medien, trichtert den Russen und Polen seit ungefähr 150 Jahren ( !!! ) ohne Unterbrechung bis heutzutage ein, dass es sich dabei um die Abwehrschlacht der Russen bzw. Polen gegen die aggressiven Deutschen gehandelt hat. Schon damals wollten die ungläubigen Teufel aus Deutschland das heilige slawische Land rauben (Fachbegriff: "Drang nach Osten"), und im Grunde müsse man sich davor hüten, dass die Deutschen das immer noch beabsichtigen. Sehr anschaulich hat der polnische Regisseur Aleksander Ford dieses Geschichtsbild in seinem Film "Krzyzazy" (Die Kreuzritter, 1960) dargestellt. Einen Gipfel der suggestiven propagandistischen Manipulation des Zuschauers, insbesondere des polnischen, stellt die Szene dar, in dem die Kreuzritter auf dem Schlachtfeld (und zwar hierbei in deutscher Sprache, während der Firm ansonsten auf Polnisch gedreht wurde) den Choral "Nun danket alle Gott ..." anstimmen.

Wer von uns nun keine geschichtlichen Kenntnisse hat, mag halt denken, mit welchem religiösen Pathos früher gekämpft worden sei. Weiter nichts.
Auf den polnischen, auch den ungebildeten, aber über Generationen tendenziös geformten Zuschauer wirkt sich dieser Höhepunkt ganz anders aus: Jahr 1410 + aggressive Kreuzritter + deutsche Sprache + evangelischer Choral = Die Ketzer aus Deutschland greifen uns schon seit Jahrhunderten an!

Wie wird in diesem berühmten Film das Geschichtsbild manipuliert:
1. Die Schlacht fand 1410 statt: Der Choral wurde erst 1630 gedichtet.
2. Dass der Choral nach einer Schlacht gesungen worden ist, geschah erst 1757 in der Schlacht bei Leuthen (Schlesien). Seitdem allerdings galt er als eine Art preußisch-deutscher Nationalhymne.
3. Den katholischen Polen und Litauern stand ein evanglischer Feind gegenüber: Die Reformation hat erst 1517 begonnen.
4. Die Kreuzritter sind Deutsche: Der Orden wurde zwar in Palästina von Deutschen gegründet. Tatsächlich stammten die Ordensritter aus ganz Westeuropa.
5. Das umkämpfte Ordensgebiet ist Teil von Deutschland: Das Territorium des Ordensstaats umfasste nur Teile von Ostpreußen und dem Baltikum und gehörte bis 1806 niemals zum (ersten) deutschen Reich.

Wenn wir Deutschen solche und ähnliche Sachverhalte nicht kennen und beachten, können wir uns auch nicht mit den Nachbarn über eine friedliche Zukunft unterhalten. Wir hätten dann ja keine Argumente, um ihnen die Angst vor dem heutigen und künftigen Deutschland zu nehmen, immerhin einem der stärksten europäischen Staaten.

Ich teile auch nicht die oben geäußerte Meinung, der Normalbürger sei durchweg ein Gutmensch und täte dem Nachbarn von sich aus nichts Böses. Man hat Massengräber aus der Steinzeit gefunden; und wenn man nicht am Anfang der Zivilisation schon gern mal nach des Nachbarn Gut, Weib und Leben getrachtet hätte, hätten man sich die 10 Gebote sparen können. Heutzutage liegen bei der Anzahl der Zivilprozesse in Deutschland nach Arbeitsgerichten und Verkehrssachen die Nachbarstreitigkeiten ganz weit vorne. Und dass bei manchen Fußballspielen bürgerkriegsähnliche Zustände herrschen, ist auch allgemein bekannt.

Bei einigen obigen Stellungnahmen schimmerte die Meinung durch, ich wäre gegen das friedliche Zusammenleben der Völker, weil ich mich gegen das Vergessen der Vergangenheit stemme. Dem widerspreche ich energisch.

Bis bald:
Armin

Benutzeravatar
domizil
Zar/iza
Zar/iza
Beiträge: 1899
Registriert: Sonntag 3. April 2011, 04:32
Wohnort: Kaliningrad
Kontaktdaten:

Re: Heute vor 70 Jahren griif Sowjetunion Polen an

Beitrag von domizil » Freitag 11. November 2011, 08:33

... ich tue mich mit dem antworten jetzt ein wenig schwer ...
Einerseits ist es natürlich interessant über diese ganzen Dinge nachzudenken und auch zu diskutieren - am besten direkt neben dem Kamin in einer angenehmen Atmosphäre, denn das Thema der "Massenmanipulation", das angesprochene Thema "... die Deutschen und ihre Nachbarn, Vergangenheit und Zukunft" ist natürlich dermaßen komplex und kompliziert das es kaum qualitativ gut hier im Forum abgearbeitet werden kann. Andererseits: Nur wenige werden sich mit den hier genannten Daten beschäftigen, nur wenige werden umfangreich antworten können und wollen. Und wenn, dann gehört doch schon mehr als nur "Grundwissen" dazu um hier eine qualitativ hochwertige Diskussion auf diesem Niveau zu führen.
Der Mensch ist subjektiv und wird es mit seinen Handlungen immer bleiben. Der Mensch ist individuell - mit seinen Handlungen und in seiner Denkweise. Und so wird es immer Leute geben die versuchen andere zu beeinflussen - ich beeinflusse meinen Gartennachbarn damit der dann wieder .... und die Politiker (früher wie heute) beeinflussen auch die Nachbarn, damit ... Jeder verfolgt damit nur ein Ziel: sich und seine eigene Position zu verbessern - dies passiert selten mit harmonischen Mitteln, oft mit subjektivem Nachdruck und nicht selten mit physischer Gewalt. Das war so, ist so und wird auch so bleiben. Die Kirche wollte ja mal den Menschen zu einenm besseren machen - sie arbeitet heute noch daran, dann haben die Kommunisten probiert den idealen Menschen zu formen - das Experiment ist gescheitert und heute denken auch wieder viele Menschen daran wie schön es doch auf unserer Erde sein könnte, wenn ... Also kurz und gut: Wir werden immer Probleme haben im gegenseitigen Zusammenleben. Es kommt nur darauf an wie wir diese kulturvoll lösen. Mein eben geschriebenes stellt mich als Antwort auf Ihren Beitrag nicht so richtig zufrieden, aber ich tue mich ein wenig schwer eben aus den genannten Gründen ...
Uwe Niemeier
Das Wertvollste, was der Mensch besitzt, ist das Leben. Es wird ihm nur ein einziges Mal geschenkt, und er muß es so verbringen, dass ihn später die zwecklos verlebten Jahre nicht qualvoll gereuen...
N. Ostrowski 1930

Benutzeravatar
Kultgrieche
Zar/iza
Zar/iza
Beiträge: 1292
Registriert: Freitag 14. Januar 2005, 09:29
Wohnort: Wiesbaden

Re: Heute vor 70 Jahren griif Sowjetunion Polen an

Beitrag von Kultgrieche » Freitag 11. November 2011, 10:37

Ist ja schön und gut, wenn einige Völker ein extremes Geschichtsbewusstsein haben. Aber ausgenutzt wird dies i.d.R. zum Zwecke des "mit dem Finger auf andere zeigen" von Politikern, im privaten Umfeld sollte hieraus keine historische Grundsatzdiskussion mit Streit ausarten. Denn bei einem Geschichtsstreit zwsichen Land A und Land B finden sich immer "Leichen im Keller", je nach Bedarf aus unterschiedlichen Äonen.
Völker, die allzusehr im Retro leben, ecken entweder bei anderen an (Polen) oder es kommt zum Gemetzel (Balkan).

Meiner russischen Frau und mir ist die Vergangenheit scheißegal. Der Opa meiner Frau war Offizier in der sowjetischen Armee und hat gegen Deutschland gekämpft. Mein Opa war Offizier in der Waffen-SS und hat - eigenen Berichten zufolge - einen haufen Russen weggemäht. Schön und gut, tragisch und schlecht - was unsere Großväter so getrieben haben, interessiert weder meine Frau noch mich.
"Eines der zentralen Probleme heutzutage ist, dass die Politik so eine Schande ist. Gute Menschen gehen nicht in die Politik." (Donald Trump)

Benutzeravatar
domizil
Zar/iza
Zar/iza
Beiträge: 1899
Registriert: Sonntag 3. April 2011, 04:32
Wohnort: Kaliningrad
Kontaktdaten:

Re: Heute vor 70 Jahren griif Sowjetunion Polen an

Beitrag von domizil » Freitag 11. November 2011, 13:00

... tja, das Leben auf dieser Erde könnte so einfach und schön sein. Und sicher haben Sie recht das der "kleine Mann(Frau)" von sich aus einfach nur friedlich, satt leben will, aber der Anfang ihres Beitrages zeigt ja schon in die richtige Richtung ...
Und deshalb sollte man aber auch geschichtliche Erfahrungen bei der Bewältigung der Gegenwart nicht vergessen ...
Was Ihre persönliche familiäre Historie anbelangt - ich kann Ihren jetzigen Standpunkt komplett nachvollziehen. Der Vater meines Vaters ist auch irgendwann 1946/47 gestorben. Er befand sich zu diesem Zeitpunkt in Obhut sowjetischer Organe - und mir ist das heute auch WURSCHT. Wir reden hier auch nur von uns, den kleinen Leuten - da ist vieles einfacher. Aber wenn es um die große Politik geht ... da wird es komplizierter.
Uwe Niemeier
Das Wertvollste, was der Mensch besitzt, ist das Leben. Es wird ihm nur ein einziges Mal geschenkt, und er muß es so verbringen, dass ihn später die zwecklos verlebten Jahre nicht qualvoll gereuen...
N. Ostrowski 1930

Benutzeravatar
andreask020361
Zar/iza
Zar/iza
Beiträge: 479
Registriert: Samstag 8. April 2006, 07:48
Wohnort: MOSKAU-Berlin-abuja-berlin-

Re: Heute vor 70 Jahren griif Sowjetunion Polen an

Beitrag von andreask020361 » Freitag 11. November 2011, 14:46

das problem ist nicht der einzelne, auch wenn die taten der vielen opas und onkels... erst zu dem gesamtwerk wurden was wir heute geschichte nennen. Kulturgrieche hoert sich einfach nicht schoen an, ,,was unsere Großväter so getrieben haben, interessiert weder meine Frau noch mich,,setzt sich dass bei den Vaetern weiter oder sogar bei den Kindern. :D Natuerlich hast du recht dass es alles vor deiner unserer Geburt geschen ist, und wir weder rechtlich noch moralisch eine schuld haben. nur leben wir leider oder Gott sei Dank nicht alleine auf dieser welt, und haben Nachbarn, . da im Namen deutschlands im letzten Jahrhundert die groessten Kriege mit den groessten Opfern entfesselt wurden , ist es unsere pflicht den anderen voelkern zu beweisen dass deutschland kein notorischer Kriegstreiber ist von dem nur Gefahr ausgeht. die Geschichte wird eines tages auch wie bei allen anderen wo die zeit alle narben verheilt hat, ihr Urteil sprechen. Wie bei den Roemern den griechen, Den franzosen usw, nur soweit sind wir halt noch nicht , dank unserer Vaeter und grossvaeter.
die Vergangenheit ist leichter zu deuten als die Zukunft



Antworten

Zurück zu „Politisches Forum“