09:42 - Binationale Ehen bald unmöglich? Aprilscherz oder ..

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Anonymous

Beitrag von Anonymous » Donnerstag 1. April 2004, 23:35

Schirinowski kann man eh nicht ernst nehmen.......der ist ein dauerhafter Aprilscherz........



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werner
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Beitrag von werner » Donnerstag 1. April 2004, 23:36

1993 war jede 10.Hochzeit in Dresden binational, das gibt doch zu
denken. Sind denn die russischen Frauen anders, als die deutschen Frauen ? Ich kenne schon 5 deutsche Kollegen, die geschieden wurden.
Nur das eben die Ehefrauen deutscher Abstammung waren...
Seit dem 18.Jahrhundert hat man binational geheiratet, welcher Mensch
kann einen Krieg anfangen, mit dem Land wo sein Freund wohnt ?
Alles Gute,

Werner

Dresden

Anonymous

Guter Scherz - schlechter Scherz ?

Beitrag von Anonymous » Freitag 2. April 2004, 06:04

Also ich fuer meine Person muss zugeben : Karsten hat mich voll erwischt, :cry: unglaeubig und veraergert malte ich mir aus, was das den fuer die Zukunft meiner Familie ausmacht ( Pass, Reisen, etc. ) - in Erinnerung der alten Schirinowski Geschichte, die damals gar nicht als Scherz gedacht, sondern als Vorlage in die Duma sollte.
Selbst meine Frau kam erst nach einiger Zeit auf die Idee mit dem ersten April.
Also Karsten, von daher war der " schlechte Scherz " ein Guter. :lol:
Weiter so !!!

Eigentlich hatte ich ja gedacht mich kann hier nichts mehr ueberraschen
in diesem Sinne

Gruss Joerg

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Dietrich
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Beitrag von Dietrich » Freitag 2. April 2004, 10:02

werner hat geschrieben: Ich kenne schon 5 deutsche Kollegen, die geschieden wurden.
Nur das eben die Ehefrauen deutscher Abstammung waren...
Ist denn die "Quote" von Scheidungen bei deutsch-russischen Ehen geringer?

Dietrich.

Heinz

Beitrag von Heinz » Freitag 2. April 2004, 10:42

Bei allem Verständnis für die Freude der Postillen, Ihre Leser in Wallung zu bringen, Dieser Bericht war dermassen geschmacklos, dass er jenseits der jornalistischen Freiheit ist.
Jedenfalls hat er bei meiner Freundin beinahe Panik ausgelöst.
Ich glaube kaum, dass Russinnen, die in der Lage sind diese Zeitung zu lesen, Verständnis dafür haben.

Zumal dies symptomatisch ist für einen Staat, das wieder in einen Präsidialstaat abgleitet und immer noch von der Gleischtellung der Frau weit entfernt ist.

Heinz Müller



achim

???

Beitrag von achim » Freitag 2. April 2004, 10:50

ich freue mich, dass der "Scherz"-Artikel von Karsten die Gemueter wenigstens erregt hat! meines uebrigens auch.

die reale Einschraenkung der oeffentlichen Meinungsaesserung scheint dieses ja nicht zu vermoegen.

Heinz

Haltbarkeit Binationaler Ehen.

Beitrag von Heinz » Freitag 2. April 2004, 10:53

Hallo Dietrich,
Dietrich hat geschrieben:
werner hat geschrieben: Ich kenne schon 5 deutsche Kollegen, die geschieden wurden.
Nur das eben die Ehefrauen deutscher Abstammung waren...
Ist denn die "Quote" von Scheidungen bei deutsch-russischen Ehen geringer?

Dietrich.
es gibt in dieser Beziehung tatsächlich Statistiken, die dies behaupten.
Die Begründungen dafür sind nachvollziehbar.

Die Hürden sind so hoch, dass es soviel Energie, auch emotionaler Energie erfordert, das solche Ehen ein sehr wohlüberlegter und begründeter Schritt sind.
Noch schwieriger wird es, wenn eine ganze Familie umgesiedelt werden soll (Kinder, Schulproblematik, punktuelle Ausländerfeindlichkeit in Deutschland .... )

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Beitrag von Dietrich » Freitag 2. April 2004, 11:50

Hallo Heinz:

Deine Argumentation kann ich schon verstehen, aber ich glaube, man kann es auch von der anderen Seite sehen:

Werden nicht vielleicht derartige Ehen vielleicht teilweise auch schneller geschlossen, weil es meist die einzige oder zumindest beste Moeglichkeit ist, zusammen zu leben?
Existiert nicht vielleicht auch ein gewisser Prozentsatz von russichen Ehepartnern die auch zu einem gewissen Teil die "Staatsangehoerigkeit" ihres Partners lieben? Auch wenn es sich wirklich wie "Liebe" anfuehlt!

Machen wir uns nichts vor... die rosarote Brille der Liebe kann viele Ursachen fuer ihre Toenung haben... die Frage ist nur, wie lange diese Faerbung anhaelt.

Ich will mich hier nicht als Moralapostel aufspielen... denn ich habe selber nach nur 16 Monaten meine Liebste geheiratet. Davon haben wir ca. 8 Monate zusammen hier in Moskau gelebt.
Ich habe mir auch am Anfang viele Gedanken gemacht, was meine Frau an mir liebt. Mich oder das ich Deutscher bin... (oder beides). Auch wenn man mit anderen Leuten darueber spricht das man eine russische Lebenspartnerin hat, dann kann man foermlich das Misstrauen sehen.
Und auch meine Eltern waren da erst ein wenig skeptisch obwohl sie das nie so offen geaeussert haben!
Da mich meine Frau aber nie dazu gedraengt hat mit ihr nach Deutschland zu ziehen (eher im Gegenteil!) und sie ein bescheidenes Leben hier im Moment sogar einem (mit Sicherheit besseren) in Deutschland vorzieht, bin ich mir ziemlich sicher die richtige Entscheidung getroffen zu haben!

Ich hoffe bei euch allen ist es genauso, falls ihr einem russischen Lebenspartner das Ja-Wort gegeben habt oder noch geben wollt!

Dietrich.

Heinz

Beitrag von Heinz » Freitag 2. April 2004, 12:25

Hallo Dietrich,

zunächst einmal ist es mir nicht aufgefallen, aber ich muss eine Korrektur anbringen, meine Freundin ist Ukrainerin, und ich pendle zwischen Tübingen und Cherkassy.

Wir haben lange überlegt, und eigentlich war für mich mein Stiefsohn in spe der Grund für die Entscheidung hauptsächlich in Deutschland zu leben.

Ich nehme an, du kennst die Wodka - Zwänge in der russischen Männergesellschaft selbst. Ich will uns nur einige Aufregungen ersparen. Das zweite ist, dass er hochbegabt ist, und keine vernünftige Förderung bekommt. Bevor er in der ukrainischen Provinz als Hacker und Virenprogrammierer endet, soll er lieber in Deutschland zur IBM gehen.

Deine Überlegungen hinsichtlich der "Beweggründe der Liebe" habe ich mir lange gemacht, und sie schleichen immer noch gelegentlich wie Bodennebel in mein Hirn.

Andererseits bin ich 50 und meine Zukünftige wird 40, also soviel Abenteuerlust haben wir nicht mehr.

Meine vorige Ehe ist nach 23 Jahren entgültig gescheitert, das Leben ist ein Risiko und eine Ehe schon zweimal.

Als alter "Ehehase" kann ich nur sagen: "Hört niemals auf miteinander alles zu kommunizieren"
Sonst merkt man plötzlich, dass sich der Andere völlig anders entwickelt hat, als man dachte.

Ich pendle nicht umsonst jeden Monat zwischen Tübingen und Cherkassy.

Euch wünsche ich eine erfüllte Ehe, auch Gottes Segen könnt Ihr gebrauchen, auch als Atheisten. :-)

Heinz

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Beitrag von Dietrich » Freitag 2. April 2004, 13:06

Hallo Heinz,

ich stimme dir voll zu. Mein Posting war auch nicht als Kritik gedacht... ich wollte eigentlich hier mal eine Diskussion in der Richtung anregen... weil ich das Thema fuer sehr interessant halte!

Ich selber bin 33, meine Frau auch. Meine Frau hatte mit 22 oder 23 Jahren bereits einmal geheiratet. Einen Russen. Ueber Vodka kann ich nicht viel sagen, aber sie lebten mit seiner Mutter zusammen in einer Wohnung.... danach (oder auch 1 oder 2 Freunde spaeter) war fuer sie das Thema "russische Maenner" wohl endgueltig gegessen.

Ich war noch nicht verheiratet, aber vorher ca. 12 Jahre in einer festen Beziehung. Ich weiss also wie sich in eine normale Beziehung die "Normalitaet" einschleichen kann. Und vielleicht auch ein wenig, wie man derartiges verhindern kann. Ich hoffe es zumindest!

Mit 33 wollen wir auch nicht mehr "probieren" und da geht es dir mit 50 ja genau so!! Und spaetestens wenn sich bei uns mal Nachwuchs ansagt, dann wird das Thema "Deutschland" wohl auch wieder aktueller!

Zum Thema "Vodkakonsum" allgemein:
Ich bin seit 10 Monaten hier und habe vielleicht 5-6 Mal ueberhaupt Vodka getrunken. Und dann auch nie mehr als 2-3 Glaeser... also bei echten Russen waere ich wohl "untendurch" :-)
Und Bier in der Metro oder im Bus.... unmoeglich finde ich das!

Ich warte noch auf Meinungen von Anderen!

Dietrich



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