Die Vergiftung von Alexey Navalny

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Klaus
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Re: Die Vergiftung von Alexey Navalny

Beitrag von Klaus » Dienstag 22. Dezember 2020, 21:26

kamensky hat geschrieben:
Dienstag 22. Dezember 2020, 20:38
Was interessiert das ein Putin, dem ja jedes Mittel Recht ist, moegliche Kontrahenten und Andersdenkende zu liquidieren.

Hat ein Staatschef nicht gerade die Aufgabe, sein Land zu beschützen?
Und verglichen mit den Drohnenmorden des amerikanischen Präsidenten, ist der russische Präsident aus meiner Sicht eigentlich ein Schaf.

Aber ich will das nicht abwägen.
Ich habe nur eine Frage: Was wären die alternativen Handlungsmöglichkeiten?

Der Maidan - war das eine Befreiung der Ukrainer? Geht es denen jetzt besser? Schlägst du einen Maidan für Russland vor, und Putin weg, damit es den Russen dann ebenso "besser" geht wie den Ukrainern jetzt? Und wer hat wirklich davon profitiert? Wer hat die Kekse auf dem Maidan verteilt und den Krawallbrüdern Geldscheine zugesteckt? Und wer steckt Navalny die aufbereiteten Geheimdienstinformationen zu?
Ich kenne nur ein Land, dass als Mittel seiner Politik überall Hass und Zwietracht sät. Und diese Geschichte ist offensichtlich leider genau solch ein Instrument. Das Schema ist längst bekannt, es wiederholt und wiederholt sich.

Navalny könnte konstruktive Beiträge für Russland leisten; wie Schnurov auch ein Teil des Systems werden und es so verändern.
Ich finde ihn eigentlich nicht unsympathisch; aber er entscheidet sich mit dem Kopf gegen die Wand zu laufen; er ist halt ein Radau-Bruder - schon damals, als er noch Nazi war. Es geht ihm offensichtlich um die Provokation, das ist sein Kick. Und wahrscheinlich auch um das Geld, um die vielen Millionen, die ihm aus dem Ausland zugesteckt werden und ihm das Dolce Vita ermöglichen.
Aber zu welchem Preis?

Davon abgesehen: Das mit der Unterhose - das müsste er doch selbst gemerkt haben, das man ihn verarscht hat?!?!
Ich mein, das in den Tee mischen, das könnte ja irgendwie gehen. Aber ihm in die Unterhose greifen und da Gift reinstecken, das ist doch eine Räuberpistole. Wer glaubt sowas?
Eile ist des Teufels Sach', sie bringt uns Reue und Ungemach.
(aus "Tausendundeine Nacht")



paramecium
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Re: Die Vergiftung von Alexey Navalny

Beitrag von paramecium » Dienstag 22. Dezember 2020, 22:05

Klaus hat geschrieben:
Dienstag 22. Dezember 2020, 21:26
kamensky hat geschrieben:
Dienstag 22. Dezember 2020, 20:38
Was interessiert das ein Putin, dem ja jedes Mittel Recht ist, moegliche Kontrahenten und Andersdenkende zu liquidieren.

Hat ein Staatschef nicht gerade die Aufgabe, sein Land gegen bezahlte ausländische Agenten zu beschützen?
Und verglichen mit den Drohnenmorden des amerikanischen Präsidenten, ist der russische Präsident aus meiner Sicht eigentlich ein Schaf.

Aber ich will das nicht abwägen.
Ich habe nur eine Frage: Was wären die alternativen Handlungsmöglichkeiten?
....
Nawalny ist russischer Staatsbürger. Ein staatlicher Mordanschlag auf einen russischen Staatsbürger im Inland ist per Definition Staatsterrorismus. Alle Beteiligten machen sich nach russischem Gesetz strafbar. Das du offenbar keine alternativen Handlungsmöglichkeiten erkennst, lässt mich daran zweifeln ob Russland das richtige Land zum Auswandern für dich ist. Mit solchen politischen Vorstellungen ist man eher in Nordkorea zu Hause. Da wird es dann aber schwierig mit der Selbstständigkeit.
Klaus hat geschrieben:
Dienstag 22. Dezember 2020, 21:26
Navalny könnte konstruktive Beiträge für Russland leisten; wie Schnurov auch ein Teil des Systems werden und es so verändern.
Aber er entscheidet sich, mit dem Kopf gegen die Wand zu laufen; er ist halt ein Radau-Bruder - schon damals, als er noch Nazi war. Es geht ihm offensichtlich um die Provokation, das ist sein Kick. Und wahrscheinlich auch um das Geld, um die vielen Millionen, die ihm aus dem Ausland zugesteckt werden und ihm das Dolce Vita ermöglichen.
Aber zu welchem Preis? Ein heimatloser Verräter...
Ein Glück, dass in meinem Geburtsland damals nicht alle "Teil des DDR-Systems" wurden und konstruktive Beiträge für den Sozialismus leisteten. Da sind diese "Radau-Brüder" doch tatsächlich "mit dem Kopf gegen die Wand" gelaufen und haben gegen Missstände auf den Straßen demonstriert.

Durch Nawalnys Einsatz werden in demokratischen Prozessen oppositionelle Kräfte in den Regionen an die Macht gebracht. Das ist Arbeit innerhalb des demokratischen russischen Systems, aber natürlich nicht innerhalb des "Systems-Putin".
Klaus hat geschrieben:
Dienstag 22. Dezember 2020, 21:26
Davon abgesehen: Das mit der Unterhose - das müsste er doch selbst gemerkt haben, das man ihn verarscht?!?!
Ich mein, das in den Tee mischen, das könnte ja irgendwie gehen. Aber ihm in die Unterhose greifen und da Gift reinstecken, das ist doch einen Räuberpistole. Wer glaubt sowas?
Man kann Hosen natürlich auch mit der Kneifzange anziehen. Das Gift wurde, wie auch vom FSB-Chemiker berichtet, auf der Innenseite der Unterhose aufgetragen während Nawalny nicht anwesend war.

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Re: Die Vergiftung von Alexey Navalny

Beitrag von kamensky » Dienstag 22. Dezember 2020, 22:38

Klaus hat geschrieben:
Dienstag 22. Dezember 2020, 21:26

Ich habe nur eine Frage: Was wären die alternativen Handlungsmöglichkeiten?
Zuerst benoetigt es einmal Respekt zu allen Andersdenkenden und wo immer moeglich, ein "Miteinander" unter Einbezug saemtlicher politischer Ansichten und aus diesen im Konsens den besten Kompromiss auswaehlen und weiter entwickeln. Du als angeblich selbstaendig Erwerbender, solltest diesbezueglich ausreichend Erfahrung vorweisen koennen.
ATTN @all: Ich bin weder der Verfasser noch ein Redaktionsmitarbeiter von der/den vorstehenden Verlinkung/en.

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Re: Die Vergiftung von Alexey Navalny

Beitrag von Berlino10 » Dienstag 22. Dezember 2020, 23:48

"Mein Attentäter gesz#tand mir, ich wollte dich ermordem"
.... wie bescheuert
Zuletzt geändert von Berlino10 am Mittwoch 23. Dezember 2020, 17:48, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Die Vergiftung von Alexey Navalny

Beitrag von Axel » Mittwoch 23. Dezember 2020, 01:01

Berlino10 hat geschrieben:
Dienstag 22. Dezember 2020, 23:48
"Mein Attentäter gesz#tand mir, ich wollte dich ermordem"
.... wie bescheuert müsst ihr sein, um so etwas zu glauben????
Tatsächlich habe ich mich auch gewundert; da ruft das Opfer jenen Mörder an, der ihn mehrere Jahre beschattete und seine millionenfach geklickten Videoblogs auf Youtube sah und soll ihn nicht an der Stimme erkannt haben ? Dachte zwischenzeitlich auch dass es ein Youtube-Prank ist :lol: Auf der anderen Seite gibt der Anrufende Täterwissen preis und im Video sah man einen der Verdächtigen (5:25), d. h die Identität der Verdächtigen kann nicht erfunden sein. Vor allem wüsste ich nicht welchen Zweck Nawalny hätte dieses Telefonat zu stellen ? Glaube auch, wenn man bei 20 Leuten anklingelt dass es statistisch wahrscheinlich ist, dass mindestens einer den Köder schluckt. So oder so, wie die russische Obrigkeit auf diesen Fall reagiert zeigt, dass sie ihre Finger im Spiel hatten. Der Geheimdienst ist einfach maroder als gedacht. Wer nichts wird wird Betriebswirt oder geht zum FSB :lol:



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Re: Die Vergiftung von Alexey Navalny

Beitrag von Bluewolf » Mittwoch 23. Dezember 2020, 13:21

Berlino10 hat geschrieben:
Dienstag 22. Dezember 2020, 23:48
"Mein Attentäter gesz#tand mir, ich wollte dich ermordem"
.... wie bescheuert müsst ihr sein, um so etwas zu glauben????
Wusste gar nicht dass Covid 19 das Gehirn angreift. Naja, vielleicht hilft Sputnik auch gegen sowas :roll:

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Re: Die Vergiftung von Alexey Navalny

Beitrag von Norbert » Mittwoch 23. Dezember 2020, 19:49

Ich bitte nochmals alle um etwas mehr Stil in der Unterhaltung. Insbesondere Berlino10.

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Re: Die Vergiftung von Alexey Navalny

Beitrag von m5bere2 » Mittwoch 23. Dezember 2020, 20:36

Bluewolf hat geschrieben:
Mittwoch 23. Dezember 2020, 13:21
Wusste gar nicht dass Covid 19 das Gehirn angreift. Naja, vielleicht hilft Sputnik auch gegen sowas :roll:
Covid19 greift in der Tat das Gehirn an. Das haben Virologen noch im Frühling gesagt und mehrere Bekannte, die es durchgemacht haben, sagen, sie seien körperlich wieder fit aber geistig noch längst nicht wieder auf der Höhe. Das könnte auch ein Grund sein, warum einer der FSB-Mitarbeiter am Telefon zuviel geplaudert hat. Er hatte ja offenbar covid und könnte deswegen reingefallen sein.

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Re: Die Vergiftung von Alexey Navalny

Beitrag von Berlino10 » Donnerstag 24. Dezember 2020, 01:18

Norbert hat geschrieben:
Mittwoch 23. Dezember 2020, 19:49
Ich bitte nochmals alle um etwas mehr Stil in der Unterhaltung. Insbesondere Berlino10.
Ich werde mich zurückhalten. Die Schwachsinnigen outen sich ja selbst als Vollidioten der Nation.
"Ich habe meinen Attentäter angerufen, und er hat gestanden " :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:
Nawalny und kein Ende
Schröder soll sich bei Nawalny entschuldigen, fordert „Bild“ heute. Also nicht nur Putin, auch Schröder ist irgendwie mitschuldig.
Es gibt nur zwei Möglichkeiten:
Entweder Putin ist ein Idiot und der gefürchtete russische Geheimdienst ist unfähig, einen Regimegegner in Russland zu ermorden.
Oder Putin ist kein Idiot und in der Lage, einen Regime-Gegner in Russland ermorden zu lassen.
Weil, wie er sagt: „Wenn wir das gewollt hätten, hätten wir’s ja wohl auch zu Ende gebracht.“
Dann wären die schönen Stories, die seit Monaten unsere Medien beschäftigen - neuerdings war es die Unterhose, nicht die Wasserflasche -, letztlich Fake-News. Urteilen Sie selbst.
Etwas fällt nur auf: Wenn Russen beschuldigt werden, Mordanschläge durchgeführt zu haben, die die Opfer, wie Skripal und Nawalny, überlebt haben, dann kriegen sich unsere Medien und die politischen und journalistischen Vasallen der US-Politik vor Empörung nicht mehr ein.
Wenn die Amis von deutschem Boden aus zahllose Menschen ermorden (Drohnenkrieg) dann empören sich die oben Genannten nicht.
Menschenliebe kann also nicht das Motiv ihrer Empörung sein.

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Klaus
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Re: Die Vergiftung von Alexey Navalny

Beitrag von Klaus » Donnerstag 24. Dezember 2020, 07:55

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Der Beweis für die Vergiftung wurde endlich gefunden:
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