Geschichte wiederholt....

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leonidas
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Re: Geschichte wiederholt....

Beitrag von leonidas » Freitag 27. November 2015, 23:04

Andy hat geschrieben:... oder die perverse Gefolgschaft der sowjetischen Kolonie DDR gegenueber ihren Herrschern in Moskau ...
Und wie sah die Bundesdeutsche Gefolgschaft gegenüber den Westallierten aus ?
Für ´fast jeden außenpolitischen Pups musste bei den Westallierten um Erlaubnis nachgefragt werden.



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Re: Geschichte wiederholt....

Beitrag von CSB_Wolf » Samstag 28. November 2015, 02:20

leonidas hat geschrieben: stimmt nicht, die NVA war 1968 nicht bei der Niederschlagung des Prager Frühlings dabei, deutsche Soldaten 22 Jahre nach dem Krieg ein No Go.
Möchte dazu mal ein Zitat aus einem Zeitdokument einstellen.
Quelle-Reinhard Gehlen,langjähriger Leiter des BND 1980:
....Angola"Von weit grösserem Interesse ist für mich-und natürlich auch für den BND-das militärische Engagement der DDR in Afrika.Während das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland jeden Einsatz deutscher Soldaten im Ausland untersagt hat die DDR auf sowjetisches Verlangen einige Tausend Berater und Ausbilder in afrikanische Länder entsandt.Dies sind die eigentlichen "Stellvertreter"der Sowjets,weil sie aus dem gesamten Satellitenbereich als Soldaten die zuverlässigsten und am besten integrierten Verbündeten sind.
Es ist natürlich schwer für uns vorauszusagen,bis zu welcher Gesamtstärke das militärische Kontingent der
DDR in Afrika noch erweitert wird.Nachdem jedoch die von den Sowjets erwartete heftige Reaktion im Westen-von verschiedenen Ausnahmen abgesehen-bisher ausgeblieben ist,erwarte ich eine schrittweise erhebliche Verstärkung,zumal das disziplinierte Auftreten der DDR-Soldaten offenbar geeignet ist,die internationale Aufwertung der DDR in einem für hilfsbedürftige Staaten attraktiven Bereich zu steigern.

Reichts das :lol:

Ich wusste nämlich das da mal irgendwas gewesen ist, ich habe mal in einer Dokumentation Soldaten gesehen in Uniformen der NVA, damals dachte ich mir noch, komisch die haben die gleichen Uniformen, ich hab die Doku leider nicht mehr, vielleicht finde ich sie mal wieder. Ich suche jetzt aber nicht extra danach :D

Gruss
wolf

Nikolaus
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Re: Geschichte wiederholt....

Beitrag von Nikolaus » Samstag 28. November 2015, 11:49

Hm, Wolf, das zeigt eigentlich nur, wie falsch Gehlen damals die DDR (und die SU) einschaetzte - Gott sei Dank im Gegensatz zu den damaligen westlichen Entscheidern.
Und sicherlich weisst Du ja besser als ich, welch ein unendlicher Unterschied zwischen den Kampfeinsaetzen der Bundeswehr auf dem Balkan, in Afghanistan und jetzt bald in Syrien/Irak und der Arbeit von DDR-Militaerberatern in Afrika, wohl hauptsaechlich Angola besteht. Wieviel tote Deutsche hat es denn dort gegeben?
Und an der Niederschlagung des Prager Fruehlings 1968 war die DDR unmittelbar militaerisch kaum beteiligt, Truppen lagen an der Grenze, das wars wohl. Uns junge Studenten hat das alles damals brennend interessiert, es gab ja viele unmittelbare Kontakte zu unseren Prager Kommilitonen und ueber den Internationalen Studentenbund. Und natuerlich erzaehlten unsere Schulkameraden, die gerade in der NVA dienten, trotz Verbot doch einiges. Teils waehnten die sich ja kurz vor dem 3. Weltkrieg. Ok, wenn allein schon ihr mit 500 Panzern an der zwischendeutschen Grenze wart, da verstehe ich das etwas besser. :)
Die Zeit hat ja inzwischen laengst gezeigt, was fuer ein Quatsch diese militaerische Kraftmotzerei war (und ist).

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Re: Geschichte wiederholt....

Beitrag von CSB_Wolf » Samstag 28. November 2015, 17:18

Nikolaus hat geschrieben: Die Zeit hat ja inzwischen laengst gezeigt, was fuer ein Quatsch diese militaerische Kraftmotzerei war (und ist).
Ja das ist wahr, die Leute sind in der heutigen Zeit auch nicht mehr so doof und glauben alles was ihnen die Oberen erzählen, also ich gehe jetzt mal von den Jungen aus :D von denen hat doch wirklich keiner Lust in einen Krieg zu ziehen, natürlich gibt es auch noch Kriegsgeile.

Gruss
wolf

leonidas
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Re: Geschichte wiederholt....

Beitrag von leonidas » Samstag 28. November 2015, 17:26

Nikolaus hat geschrieben:Hm, Wolf, das zeigt eigentlich nur, wie falsch Gehlen damals die DDR (und die SU) einschaetzte - Gott sei Dank im Gegensatz zu den damaligen westlichen Entscheidern.
Und sicherlich weisst Du ja besser als ich, welch ein unendlicher Unterschied zwischen den Kampfeinsaetzen der Bundeswehr auf dem Balkan, in Afghanistan und jetzt bald in Syrien/Irak und der Arbeit von DDR-Militaerberatern in Afrika, wohl hauptsaechlich Angola besteht. Wieviel tote Deutsche hat es denn dort gegeben?
Und an der Niederschlagung des Prager Fruehlings 1968 war die DDR unmittelbar militaerisch kaum beteiligt, Truppen lagen an der Grenze, das wars wohl. Uns junge Studenten hat das alles damals brennend interessiert, es gab ja viele unmittelbare Kontakte zu unseren Prager Kommilitonen und ueber den Internationalen Studentenbund. Und natuerlich erzaehlten unsere Schulkameraden, die gerade in der NVA dienten, trotz Verbot doch einiges. Teils waehnten die sich ja kurz vor dem 3. Weltkrieg. Ok, wenn allein schon ihr mit 500 Panzern an der zwischendeutschen Grenze wart, da verstehe ich das etwas besser. :)
Die Zeit hat ja inzwischen laengst gezeigt, was fuer ein Quatsch diese militaerische Kraftmotzerei war (und ist).

@ cbs: Gehlen, Gehlen, das war für seinen Führer der Chef von "Femde Heere Ost", gewesen, der sein Wissen
unmittelbar nach Kriegsende den Amerikanern zur Verfügung gestellt hat, der in Pullach seine alte Nazi-Riege um sich versammelt hat, um nun seinen weltanschaulichen Kampf gegen Russland unter einer neuen deutschen Führung in Bonn zu führen.

@ nicolaus: Ich hatte vor einigen Jahren einen guten Bekannten hier in Hamburg, Chefarzt in einer Klinik, der dann nach München gegangen ist. Der erzählte mir als damalige Assistenzarzt für die medizinische Versorgung der 1968 in Bratislawa zusammengekommenen kommunistischen Führer des Warschauer Paktes, als über eine mögliche militärische Intervention in Prag verhandelt wurde (Breschniew sollte übrigens dagegen gewesen sein, trotz Breschniew- Doktrin ) dass die Stimme Ulbrichts den Ausschlag gegeben hat.
Und es stimmt, dass die NVA noch auf dem Terrotorium der DDR lag, nicht auf das Staatsgebiet der CSSR einmarschiert ist.
Was nun das historische Wissen ehemaliger Zeitsoldaten angeht: diese jahrelange Indoktrionation muss Wirkung zeigen. Diejenigen würden an sich selber verzweifeln, würden sie erkennen, dass sie jahrelang einer falschen Doktrin nachgeiert sind.



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Re: Geschichte wiederholt....

Beitrag von CSB_Wolf » Samstag 28. November 2015, 17:54

leonidas hat geschrieben: @ cbs: Gehlen, Gehlen, das war für seinen Führer der Chef von "Femde Heere Ost", gewesen, der sein Wissen
unmittelbar nach Kriegsende den Amerikanern zur Verfügung gestellt hat, der in Pullach seine alte Nazi-Riege um sich versammelt hat, um nun seinen weltanschaulichen Kampf gegen Russland unter einer neuen deutschen Führung in Bonn zu führen.
Ja natürlich :lol: Du hast aber noch einen vergessen der für deine Amifreunde noch viel wichtiger war, nämlich der mann der Heilsarmee :D Wernher von Braun mitsamt seinen Raketentechnikern, der war bei der SS und zwar im Rang eines Sturmbannführers. Dank seines wissens konnte die Amis mal richtige Raketen bauen, ob sie später auch tatsächlich auf dem Mond waren, da bestehen etliche Zweifel. Was ich anfangs nur gedacht habe bestätigt sich nun, Du bist ein Troll der hier nur Stunk machen will. [/ignoriert]

Gruss
wolf

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Re: Geschichte wiederholt....

Beitrag von leonidas » Samstag 28. November 2015, 18:00

Um wieder auf das Thema zurück zu kommen, dass sich Geschichte wiederholt (Blanco-Scheck Deutschlands gegenüber Österreich)
Sprechen wir doch tacheles.
Die Kanzlerin hat in ihrem bedingungslosen Beistand gegenüber Holland (nicht gegenüber Frankreich !!!) in den Wahlkampf Frankreichs eingegriffen, zur Vermeidung eines rechtspopulistischen Sieges der Frau Le Pen, denn
"les Francaises pense gauche, mais ils vote droit" Die Franzosen denken links, aber wählen rechts.
Und Frankreich hat diesen Blanco-Scheck angenómmen und so ist die Kanzlerin im Zugzwang.
Und damit ist nun Deutschland im Krieg, denn es geht gegen einen Staat, nicht gegen eine Region wie im Kosovo oder in Afghanistan, wo es nicht ein Krieg war sondern Sicherungsmaßnahmen für die Regierung in Kabul.
Die ISIS ist ein defakto-Staat, ein verbrecherischer, aber ein Staat , mit staatlichen Strukturen.
Die ISIS ist auch keine Terroristische Miliz, wie immer noch gesagt wird.

Was die von mir angesprochene frappierende Ähnlichkeit von 1914 mit dem Blancoscheck an Österreich betrifft: Wie 1914, als es kein richtiges deutsches Kriegsziel gab, man wollte Frankreich schlagen und entfernt so etwas wie eine deutscdhe Weltherrschaft errichten, gibt es auch heute kein richtiges Kriegsziel, mit Ausnahme der Rückdrängung oder Vernichtung der ISIS. Wie es dann aber weitergehen soll, ist unklar und nebulös. mit oder ohne Assad, mit den Peschmerga oder ohne,
Ich garantiere: wenn der IS , aus berechtigter Angst vor deutschen Gefallenen bei Bodentruppen, denn ohne die geht es nicht, warscheinlich mit weitestgehender Hilfe der Kurden, niedergerungen ist, dann wird es einen Kurdenstaat geben und das wird nicht mit der Türkei der Fall sein. Und damit wird das erledigte ISIS-Problem durch ein neues Problem abgelöst.
Die Kurden werden sich damit gegen die jahrzehntelange Unterdrückung durch den türkischen Staat wehren.

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Re: Geschichte wiederholt....

Beitrag von leonidas » Samstag 28. November 2015, 18:12

CSB_Wolf hat geschrieben:
leonidas hat geschrieben: @ cbs: Gehlen, Gehlen, das war für seinen Führer der Chef von "Femde Heere Ost", gewesen, der sein Wissen
unmittelbar nach Kriegsende den Amerikanern zur Verfügung gestellt hat, der in Pullach seine alte Nazi-Riege um sich versammelt hat, um nun seinen weltanschaulichen Kampf gegen Russland unter einer neuen deutschen Führung in Bonn zu führen.
Ja natürlich :lol: Du hast aber noch einen vergessen der für deine Amifreunde noch viel wichtiger war, nämlich der mann der Heilsarmee :D Wernher von Braun mitsamt seinen Raketentechnikern, der war bei der SS und zwar im Rang eines Sturmbannführers. Dank seines wissens konnte die Amis mal richtige Raketen bauen, ob sie später auch tatsächlich auf dem Mond waren, da bestehen etliche Zweifel. Was ich anfangs nur gedacht habe bestätigt sich nun, Du bist ein Troll der hier nur Stunk machen will. [/ignoriert]

Gruss
wolf

aber CSB, warst du es nicht, der Richard Gehlen ins Spiel gebracht hat ?
Wenn Du Antworten auf Deine Beiträge als Stunk bezeichnest: bitte.

Aber auch Wernher von Braun ist ein Beispiel dafür, dass es den USA nicht um die Niederringung eines verbrecherischen Staates ging, sondern um die Beute.
Denn die USA hatten ja noch nicht einmal Anstalten dafür gemacht, den deutschen Widerstand zu unterstützen.
Roosevelt hatte bereits 1942 ganz klar gesagt, dass der Erfolg des deutschen Widerstandes nicht im Interesse der USA läge, ich kann dazu Ross und Reiter nennen,
Ein erfolgreicher 20. Juli hätte die Alllierten in arge Bedrängnis gebracht.

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Re: Geschichte wiederholt....

Beitrag von zimdriver » Samstag 28. November 2015, 18:30

@Liebe Moderatoren,
Kann dieser Faden und am besten alle weiteren zur Geschichtsbewältigung dahin verschoben werden, wo alles Politische hingehört?

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Re: Geschichte wiederholt....

Beitrag von Norbert » Samstag 28. November 2015, 20:54

Die NVA war zumindest im Bereich Vogtland 1968 nicht in in der CSSR. Meine Familie wohnte im letzten Dorf vor der Grenze - die Panzer rollten bis weniger Meter vor der Grenze, warteten und zogen wieder ab.



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