Sibirischer Ofen

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Deutsch-Mann
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Sibirischer Ofen

Beitrag von Deutsch-Mann » Sonntag 29. Oktober 2006, 12:21

Hallo!

Ich habe gehört, dass ein sibirischer Ofen, in dem Holz befeuert wird, ganz anders funktioniert als wir das in Deutschland kennen.

Wer kann mir sagen, wie dieser Ofen funktioniert?
Gibt es darüber Zeichnungen oder Skitzen zum nachbauen?

Liebe Grüße aus dem Sauerland. :roll:



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Beitrag von Xottabych » Sonntag 29. Oktober 2006, 12:49

Ein "sibirischer Ofen" ist das gleiche wie eine "Schwedenfackel". Man nimmt ein Meterholz, am besten Nadelholz mit einem Durchmesser von mindestens 30 cm und stellt dieses senkrecht auf den Boden. Das obere Drittel wird mit der Kettensäge kreuzförmig eingeschnitten und angezündet.
Der große Vorteil ist, dass Du bei größeren Gesellschaften, wie z.B. bei Drückjagden etc. den Teilnehmern ermöglichst, sich in kleineren Gruppen in der Nähe jeweils einer Schwedenfackel aufzuwären (bei großen Lagerfeuern ist das schwieriger, und Du brauchst viel mehr Holz).
Aber schau einfach selber:
http://de.wikipedia.org/wiki/Schwedenfackel

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Beitrag von Saboteur » Sonntag 29. Oktober 2006, 13:11

ich könnte nen Banjaofen posten! Der aus 2 Traktorfelgen geschweißt ist...apropos: ich liebe Banja und vermisse die Banja in Deutschland am meisten!!! Ich kann es kaum erwarten wieder in die Banja zu gehen... :-) ohne Mist! Ich will unbedingt wieder in die Banja
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Beitrag von manuchka » Montag 30. Oktober 2006, 12:42

waldmeister, ich glaube, der Deutsch-Mann meinte schon einen richtigen Ofen, so einen aus Lehm oder Ziegeln, der in russischen Dörfern jeweils das halbe Haus einnimmt und auf dem man schlafen und in den man reinkriechen kann. So sehen die aus:
Bild
Bild
Bild
Ich wüsste auch gern, wie genau man so ein Ding baut.
Saboteur, dein Banja-Ofen interessiert mich auch.

Edit: Hab hier noch ein Bild vom Querschnitt gefunden, das hilft natürlich nur bedingt, aber gibt mal eine Vorstellung:

Bild
Du erntest, was du säst.

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Beitrag von Saboteur » Montag 30. Oktober 2006, 15:25

Hallo Manu,

hier ist das Bild:


Bild
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Beitrag von Deutsch-Mann » Samstag 4. November 2006, 20:40

Hallo Leute!

Ich bin in Deutschland geboren und verstehe fast kein Russisch.

Auf einer Party sprachen einige russische Leute über die gestiegenen Heizkosten in Deutschland und von einem Ofen als Alternative wie er in Russland oft benutzt wird und das durch dieses Heizsystem die gesamte Verbrennungswärme im Ofen bleibt und nur die fast kalten Gase durch den Schornstein entweichen.

Da wurde ich neugierig wie er funktioniert und ob ich sowas bei mir nachbauen kann, aber leider konnte mir dort keiner so richtig auf meine speziellen Fragen antworten.

Ich danke Euch schon mal für die vielen interessanten Fotos.

Gibt es hier jemanden, der mir etwas genauer erklären kann, mit welchen Materialien so ein Ofen gebaut werden muß?

Schöne Grüße aus dem Sauerland.

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Beitrag von Xottabych » Samstag 4. November 2006, 23:58

Du, Deutsch-Mann, ich weiß nicht, ob der Ansatz glücklich ist, wenn es um Heizkosten geht. Traditionelle holzbefeuerte Öfen, wahrscheinlich auch sibirischer Bauart, sind allgemein vom Wirkungsgrad her sehr ineffizient (relativ kaltes Feuer). Außerdem wird es auch teuer, wenn der Schoernsteinfeger kommt; es sind nämlich Dreckschleuern, die viel Ruß und Schadstoffe erzeugen. So ein sibirischer Ofen, wie Manu ihn uns präsentiert, ist da ökonomisch und ökologisch betrachtet ziemlich sicher keine ernsthafte Alternative. Das schreibe ich jetzt natürlich, ohne Details zum "sibirischen Ofen" zu kennen, aber ich glaube nicht, dass der grundsätzlich anders funktioniert als ein deutscher Kachelofen oder ein italienischer Steinofen, wenn ich mir die Konstruktion so anschaue.

Wenn schon Holz, dann würde ich lieber nach einer Pelletsheizung schauen. Das ist im Moment noch subventioniert. Aber ich würde mich besser nicht darauf verlassen, dass der Preis für Brennholz im Vergleich zu anderen Brennstoffen so niedrig bleibt wie derzeit.

Bephep

Beitrag von Bephep » Montag 6. November 2006, 01:43

waldmeister
Du schreibst<<<Traditionelle holzbefeuerte Öfen, wahrscheinlich auch sibirischer Bauart, sind allgemein vom Wirkungsgrad her sehr ineffizient (relativ kaltes Feuer).<<<
Das ist nich ganz richtig.
Diese Kacheloefen haben relativ lange Zuege bis zum Kamin weil Holz eine lange Flamme hat.

Es gibt von einer Firma Einsaetze fuer Kacheloefen da wir die Luft elektronisch gesteuert.

Ich kenne jemanden (mehrere ) die einen solchen Kachelofen haben die heizen damit Ihr Haus und die Verbrennung ist gut und der Schornsteinfeger zufrieden.

Aber ein Holzofen lohnt sich nur wenn man das Holz kostenlos bekommt.Bei 85 EURO pro Festmeter ist Holz dreimal so teuer wie Oel. (Auf den Heizwert bezogen )

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Beitrag von manuchka » Dienstag 7. November 2006, 16:10

waldmeister hat geschrieben:Traditionelle holzbefeuerte Öfen, wahrscheinlich auch sibirischer Bauart, sind allgemein vom Wirkungsgrad her sehr ineffizient (relativ kaltes Feuer). ... Das schreibe ich jetzt natürlich, ohne Details zum "sibirischen Ofen" zu kennen, aber ich glaube nicht, dass der grundsätzlich anders funktioniert als ein deutscher Kachelofen oder ein italienischer Steinofen, wenn ich mir die Konstruktion so anschaue.
Waldmeister, mein Schwiegervater meinte, dass sein Schwager so einen Ofen ein bißchen eingeheizt hat, und das Haus war bis zum Abend des nächsten Tages so warm, dass man weiter nix heizen brauchte. Andererseits waren bzw. sind in russischen Dörfern aber auch die Häuser anders gebaut, da gibt es oft nur zwei Zimmer, und der Ofen steht quasi in der Trennwand, so dass er beide Hälften gut beheizt.

Ich weiß nicht, ob das Schema alles so ideal wiedergibt, mein Mann hat zu Hause noch ein anderes von einem schwedischen Ofen russischer Bauart, den wir nächstes Jahr auf unserer Datscha bauen wollen. Da ist das Zirkulierungssystem noch etwas komplzierter als hier dargestellt. Ein Kachelofen ist ja innen einfach nur hohl, kenne ich aus meiner Kindheit noch, aber der russische Ofen hat so Schächte und Gänge, die die Wärme länger halten, und der Rauch ist wirklich relativ kalt, der dann rauskommt. Ob das allerdings für deutsche Häuser eine wirkliche Alternative ist, wage ich auch zu bezweifeln.
Du erntest, was du säst.

Bephep

Beitrag von Bephep » Dienstag 7. November 2006, 19:49

Ein Kachelofen (welcher Typ ) ist innen auch nicht hohl,er hat Rauchgas und Luftzuege.

Der Vorteil bei gemauerten Oefen ist das die Waerme lange Zeit gespeichert wird.Denn Holz verbrennt sehr schnell.Aber richtig gebaut ist der Wirkungsgrad gut.

Wie gut der Wirkungsgrad ist kann man messen,Luftueberschuss und Abgasthemperatur.



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