Der Russlandreisende stellt sich vor und hat Fragen

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Wladimir30
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Re: Der Russlandreisende stellt sich vor und hat Fragen

Beitrag von Wladimir30 » Mittwoch 22. November 2017, 10:32

m1009 hat geschrieben:Wenn moeglich Nebenstrecken fahren. Ist deutlich entspannter, ruhiger, ungefaehrlicher und INTERESSANTER als die Magistralen.
100% richtig!!!!! Wobei nicht nur das "Interessant" hervorgehoben werden sollte, auch die drei anderen Argumente wiegen jedes für sich genommen schon schwer genug.
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Re: Der Russlandreisende stellt sich vor und hat Fragen

Beitrag von Russlandreisender » Mittwoch 22. November 2017, 10:51

Ich fahre Nebenstrecken sowieso meistens lieber als Magistralen. Die Hauptstrecken fahre ich eigentlich nur, wenn es schnell gehen soll. Das kommt daher, dass ich sehr lange und sehr viel Motorrad gefahren bin, und da gibts nix Langweiligeres als Autobahn fahren. Okay, bei 300 wird die Fahrbahn auch etwas schmaler, aber bei normaler Fahrweise, also bis so um die 200, sind Autobahnen ziemlich langweilig ;)

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Re: Der Russlandreisende stellt sich vor und hat Fragen

Beitrag von m1009 » Mittwoch 22. November 2017, 11:06

Und dann sind wir wieder bei der Wahl der Wohnung.

Nebenstrecken sind haeufig, besonders nach dem Winter, in einem schlechten Zustand. Ausserdem sind einige wirklich schoene Strecken, z.B. ueber den Ural, unbefestigt. Werden regelmaessig gepflegt, aber nach starkem Regen, u.U. eine echte Herausforderung fuer reines Strassenprofil.

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Re: Der Russlandreisende stellt sich vor und hat Fragen

Beitrag von Russlandreisender » Donnerstag 23. November 2017, 19:34

So, mein Baikal-Buch (Empfehlung von Evgenij) ist heute angekommen. Dicker Wälzer, 430 Seiten :shock:

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Der Russlandreisende stellt sich vor und hat Fragen

Beitrag von Tonicek » Donnerstag 23. November 2017, 23:34

Wladimir30 hat geschrieben:Wenn moeglich Nebenstrecken fahren. Ist deutlich entspannter, ruhiger, ungefaehrlicher und INTERESSANTER als die Magistralen.
Frage: Was ist mit "ungefährlicher" gemeint?

Bin beide Routen gefahren:

1.
DE - SE mit Fähre, weiter nach FIN bis an den Inarisee, dort gibts wie überall im Norden, einen super Camping.
Von dort nach Lotta = Grenzfluß zwi. FIN + RUS. Von der Grenze -ich war das einzige Auto dort- weiter ca. 300 km bis zur Gorod Geroj Murmansk. War alles super.

2. Von DE via PL - LT - LV - EST - hier in Narva über die Grenze = russ. Ivangorod. Narva ist nicht nur eine Stadt mit 80 % Russen, sondern auch der Grenzfluß.- Weiter von Ivangorod nach STB - weiter nach Ladoga - Onega - Zwischenstop in Sortavalo im Wald, dann die M 18 nach Kem, Fähre auf die Solovetski Insel, ohne KFZ, Kem hat so etwas wie eine Bungalowanlage mit grooooßem Parkpl., hier für 100 R / Sutki geschlafen - dann weiter nach Kandalaksha f. paar Tage, Petrozawodsk, Hauptstadt REP. KARELIA, dann irgendwann in Murmask angekommen + meine damalige Bekannte im Hotel ARKTIKA, das war damals die strohblonde Receptionisin, ganz doll gedrückt !!! Hotel ARKTIKA = heute AZIMUT genannt: https://azimuthotels.com/Russia/azimut-hotel-murmansk/

Zurück die M 18 in kleinen Etappen bis Pskov + Ostrow, dann LV usw. bis DE.

Welche Route ist besser? Keine Ahnung, Geschmacksache. Kirkenes ist ja Norge, würde ich nicht nehmen, Diesel + Essen + Trinken = viel zu teuer und der Norge-Zoll ist etwas sehr aufdringlich... Vor allem bei der Einreise von RUS nach N - Tabak + Alk + Kraftstoff im KFZ mögen die nicht so sehr.
Die Ostroute würde ich immer der Skandinav-Route vorziehen - hier fühle ich mich etwas mehr zu Hause, Sprache klappt besser, Mentalität [für mich] angenehmer, Diesel kostet weit weniger als die Hälfte verglichen mit Norge + FIN + SE ... und ... und ... und

[Dazu kommt meinerseits eine gesättigte Abneigung gegenüber Skandinavien - wir sind jedes Jahr paar Mal Reisen gefahren, die sich nannten: "Hauptstädte der Ostsee" oder die furchtbar langweilige NORDKAPREISEN - entsetzlich !!! Nie wieder!]

Auf oer neben der M18 gibt es genügend sichere Parkpl., auch zum Schlafen geeignet - natürlich sollte man sich nicht in die hinterste Ecke zwi. 2 Riesen-LKW's stellen - immer schön vorne unter der Lampe - gegenüber der Tür zur STOLOVAYA - damals alle noch ohne Microw. - aber die Soljanka oder der Borschtsch war immer das Beste, was mir den Tag beenden konnte . . .

Lange her, aber es kommt die Zeit, daß ich die Route wieder mal fahre. - Was mir dort oben noch fehlt, ist ARCHANGELSK, bin mir aber nicht sicher, ob's eine Straße gibt.

So möchte ich nicht irgendwie enden:
k-EUROPA-ASIEN-TOUR.jpg
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Re: Der Russlandreisende stellt sich vor und hat Fragen

Beitrag von m1009 » Freitag 24. November 2017, 00:53

Frage: Was ist mit "ungefährlicher" gemeint?
Standard "Kurz" Dienstreise sind bei mir 1000km. Die laengsten Touren ziehen sich ueber 6 bis 8000km. Was man da auf den M Trassen an Unfaellen und Tragödien sieht ist deprimierend. Fahr M11/M5/M7, LKW an LKW... am fruehen Morgen schwerste Unfaelle durch uebermuedete Fahrer, Abends zwischen 19 und 0 Uhr Rennfahrer in ihren tiefergelegten Lada. Tote an den Fussgaengerueberwegen. Im Winter immer die Gefahr eines Abschusses durch Helden, fuer die Physik nicht gilt. Mir passiert 2011.

DAS meinte ich, mit "ungefaehrlicher".

Verstanden?

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Beitrag von Tonicek » Freitag 24. November 2017, 01:02

Danke! Verstehe ich gut. Meine Fahrzeit ist i.d. Regel von 10 - 17 Uhr, mit paar Pausen, wie es gerade paßt. Limit liegt zwi. 300 - 500 km tgl.
Alles andere wäre Streß für solch einen alten Sack wie mich.
Eben wie es sich für einen Rentner gehört: Der Weg ist das Ziel . . .
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Re: Der Russlandreisende stellt sich vor und hat Fragen

Beitrag von Russlandreisender » Freitag 24. November 2017, 12:39

Ach, Du bist auch ein alter Sack? Dann sind wir schon zwei :)

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Re: Der Russlandreisende stellt sich vor und hat Fragen

Beitrag von Wladimir30 » Freitag 24. November 2017, 12:46

Man ist so alt wie man sich fühlt.
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Re: Der Russlandreisende stellt sich vor und hat Fragen

Beitrag von m1009 » Freitag 24. November 2017, 12:50

Fuer den Beitrag gibts Blumen!

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